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Donnerstag, 18. März 2010 um 19:52 Uhr |
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Darstellung, Wiederholung und Interpretation kultureller Ereignisse und Vorgänger aus dem Bereich der Musik und des Films sind Themenfelder, die Tim Lee in seiner Arbeit auf vielfältige Weise immer wieder aufgreift. Dabei versucht er häufig auf absurde Weise unterschiedliche Zeit- und Wirklichkeitsebenen sowohl der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft als auch des Originals, der Reproduktion und der Interpretation zusammenzubringen. Bei vollem körperlichem und schauspielerischem Einsatz verknüpft er so mit humorvoller Distanz kulturelle und historische Ereignisse mit eigenen biografischen Daten. Mit großer Begeisterung für Slapstick tritt Lee in seinen Fotografien und Filmen selber wie ein Stand-Up Comedian auf, der mit Buster-Keaton-gleicher Ernsthaftigkeit absurde Verkettungen und Überlagerungen unterschiedlichster Referenzen herbeiführt.
Tim Lee ist gebürtiger Koreaner, der in Kanada aufwuchs und studierte. Vor diesem Hintergrund kann das Thema der Identität, das immer wieder in seinen Arbeiten anklingt, anders gelesen werden. So gibt es zahlreiche Anspielungen auf klassische Vertreter einer nordamerikanischen Kulturidentität aus unterschiedlichen Sparten wie beispielsweise Dan Graham, Steve Martin, Neil Young und die Beastie Boys. Sie alle hinterfragen wiederum in ihrer eigenen Arbeit die Zuschreibungen klassischer Identitäten. So entwickelt er Verknüpfungen von früher Videokunst, Slapstick-Comedy, Rockmusik der 70er Jahre und Experimentalfotografie und schafft trotz der aberwitzigen Verbindungen einen Brückenschlag zwischen einem subjektiven Fantum und einem allgemeinen kulturgeschichtlichen Verständnis.
Kuratiert von Katja Schroeder
Filmabende zusammengestellt von Tim Lee
18. April, 18 Uhr, Neil Young – Heart of Gold, 2006
23. Mai, 16 Uhr, Reichtum ist keine Schande, 1979
Mit freundlicher Unterstützung von
Botschaft von Kanada
Berliner Künstlerprogramm des DAAD
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