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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Briten zweifeln Porzellan-Erfindung nicht an PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 23. März 2010 um 19:56 Uhr

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Dresden (dpa/sn) - Der Streit um die Erfindung des europäischen Hartporzellans ist beigelegt. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden erreichte nun ein Brief britischer Forscher, in dem die Urheberschaft der Sachsen nicht bezweifelt wird. «Weder Kunst- noch Naturwissenschaftler wollen uns die Erfindung streitig machen», sagte der Direktor der Porzellansammlung, Ulrich Pietsch, der Deutschen Presse-Agentur dpa. Das Schreiben sei von «Keramik-Papst» John Mallet unterschrieben. Seiner Meinung nach gebe es keinen Zweifel an der Leistung von Porzellan-Erfinder Johann Friedrich Böttger. Der 15. Januar 1708 gilt demnach als Geburtsstunde der Porzellanherstellung in Europa.

 

Gemeinsam mit anderen Fachleuten hatte Pietsch Ende Februar eine britische Studie bewertet, wonach es schon um 1680 Porzellan europäischen Ursprungs auf der Insel gab. Analysen hätten aber ergeben, dass die drei strittigen Vasen vermutlich aus Ostasien importiert und in England nur nachträglich bemalt wurden, teilten die Gutachter am 26. Februar mit. «Es gibt keinen Anlass, die Geschichtsbücher umzuschreiben», sagte Pietsch damals. Experten der Freiberger Bergakademie und des Forschungszentrums Rossendorf hatten die Studie aus Großbritannien unter die Lupe genommen.

 

Demnach wiesen die englischen Vasen große Ähnlichkeit mit damals weit verbreiteten Exportporzellan aus China auf. Auch technologisch waren die Glashütten im damaligen England um 1680 nicht in der Lage, die für Hartporzellan erforderlichen Temperaturen von 1400 bis 1500 Grad Celsius zu erzeugen. Laut Pietsch besteht weiter die Offerte an die Briten, ihre Vasen zur Materialanalyse nach Sachsen zu bringen. Mit Hilfe von Elektronenmikroskopen ist hier eine Gefügeanalyse möglich. Sie gibt beispielsweise Auskunft über Temperaturhöhe, Dauer des Brandes und Verwendung von Flussmitteln.

 

1708 gelang in Sachsen europaweit erstmals die Herstellung von Hartporzellan. Bis dahin musste die teure Ware aus Asien importiert werden. Die Entwicklung ist vor allem mit den Namen Böttger und Ehrenfried Walther von Tschirnhaus verbunden. Zwei Jahre später wurde auf der Albrechtsburg in Meißen die erste Porzellan-Manufaktur Europas eingerichtet. Das Unternehmen feiert in diesem Jahr seinen 300. Geburtstag.

 



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