| Schinkel-Kopie entpuppte sich als Original |
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| Dienstag, 23. März 2010 um 19:56 Uhr | ||
Köln/Greifswald (dpa) - Ein bislang als Kopie geltendes Gemälde des klassizistischen Malers Karl Friedrich Schinkel (17811841) im Pommerschen Landesmuseum Greifswald hat sich jetzt als wertvolles Original entpuppt. Die Entdeckung ist einem Experten des Kölner Auktionshauses Lempertz gelungen, wo das Gemälde «Gotische Kirche auf einem Felsen am Meer» von 1815 am 15. Mai versteigert werden soll. Dies teilte das Auktionshaus am Dienstag mit.
Das Motiv der hoch aufragenden Kathedrale auf einer Felsenklippe hängt als eines der bedeutendsten Bilder Schinkels seit langem in der Nationalgalerie in Berlin. Die als Leihgabe aus Privatbesitz in Greifswald gezeigte und weitgehend identische Version, von der der Sammler sich nun trennen will, galt bislang als bloße Kopie der Schinkel-Zeit.
Die herausragende Qualität und das genaue Studium der Forschungslage hätten einen weiteren Schinkel-Experten nun davon überzeugt, dass auch dieses Bild von der Hand des bedeutenden preußischen Künstlers und Baumeisters stamme, erklärte ein Lempertz- Sprecher. Letzte Gewissheit habe eine Infrarot-Aufnahme gebracht, die typische Vorzeichnungen Schinkels für einzelne Partien des Gemäldes sichtbar gemacht habe. Damit sei belegt, dass das Bild aus Greifswald keine bloße Replik, sondern eine Zweitfassung des wichtigen Berliner Gemäldes von der Hand des Künstlers sei. Der Schätzpreis der Neuentdeckung liegt nach Angaben des Kölner Auktionshauses bei bis zu 180 000 Euro.
Internet: www.lempertz.com
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