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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Kunst & Kultur

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Zukunft des Japanischen Palais Dresden offen PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 23. März 2010 um 19:56 Uhr

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Dresden (dpa/sn) - Das Japanische Palais in Dresden wird in absehbarer Zeit nicht zum Porzellanmuseum ausgebaut. Derzeit sei nicht abschätzbar, wann und in welcher Höhe Geld für die geplante Sanierung und den Umbau bereitstehe, teilte das Finanzministerium am Dienstag in Dresden mit. Sachsens Landesregierung hatte den Ausbau gewünscht. Nun hieß es, die Frage der weiteren Nutzung des Barockgebäudes müsse «im Lichte der verfügbaren Mittel neu geprüft werden». Die Expertenrunde, die Konzepte entwickeln sollte, wird nicht einberufen.

 

Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) erklärte, auch in der Bewahrung sächsischen Kulturerbes müssten Prioritäten gesetzt werden. Er hatte den Vorstoß zur Erneuerung des Porzellanschlosses erstmals im Landtagswahlkampf 2009 gemacht.

 

Das Japanische Palais entstand in den Jahren 1727 bis 1737. Sachsen-Kurfürst und Polen-König August der Starke (1670-1733) hatte es als «Porzellanschloss» konzipiert. Die von ihm gewünschte Innenausstattung wurde aber nie vollendet. Derzeit stellen dort das Landesmuseum für Vorgeschichte und das Völkerkundemuseum aus. Das Palais könnte alle 20 000 Ausstellungsstücke aus der Porzellansammlung der Staatlichen Kunstsammlungen aufnehmen. Aus Platzgründen sind derzeit im Zwinger nur etwa zehn Prozent des Bestandes zu sehen.

 

Die frühere Wissenschafts- und Kunstministerin Eva-Maria Stange (SPD) kritisierte: «Das Porzellan-Luftschloss des Ministerpräsidenten ist schon geplatzt, bevor sich die Experten dazu äußern durften.» Es sei nicht akzeptabel, dass das Japanische Palais als Ort der Kultur weiterhin ohne eine Zukunftsperspektive bleibe. «Offenbar will das Finanzministerium es doch wieder zum Immobilienspekulationsobjekt machen», betonte Stange. Die Landesregierung würde sich so erneut als «Kulturbanause» erweisen. «Statt ständig von neuen Luftschlössern oder Nationalmuseen zu träumen, sollte die Landesregierung endlich Kulturexperten an Werk lassen.»

 



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