| „Wir können alles außer Hochdeutsch“ – Mit der großen Sonderausstellung „Fremde Heimat. Kunst in Baden-Württemberg“ setzt die Kunsthalle Mannheim auf die kreativen Potentiale im eigenen Bundesland |
|
|
|
| Dienstag, 23. März 2010 um 20:12 Uhr | ||
Im Zeitalter der Globalisierung denken wir gerne groß: Wir sind in Deutschland, Europa und in der ganze Welt zu Hause. Doch wo haben die Menschen ihre Heimat?
Und wie prägen uns Landschaft, Menschen, Politik und Sprache der Region in der wir leben?
Dieser Frage geht Museumsdirektorin und Kuratorin Dr. Ulrike Lorenz mit dem vielschichtigen Ausstellungsprojekt „Fremde Heimat. Kunst in Baden- Württemberg“ nach, das am Sonntag, den 28. März um 11 Uhr in der Kunsthalle Mannheim eröffnet wird.
Die Sonderausstellung mit 35 künstlerischen Positionen aller Genres und Generationen ist keine Leistungsschau. Vielmehr wird ein lebendiger Eindruck dessen gegeben, was aktuell von Künstlern in Baden-Württemberg zum Thema „Fremde Heimat“ erdacht und erschaffen wird. So treffen in einem spannungsreichen Ausstellungslabyrinth wie selbstverständlich bedeutende Figuren der Kunstszene im Land wie Fritz Schwegler und Peter Dreher oder Franz Ackermann, Alexander Roob und Axel Heil auf überraschende Neuentdeckungen unter den Jüngsten wie bei Gabriela Oberkofler, Tino Panse und Carolina Camilla Kreusch oder ganz eigenwillige Positionen wie die von Thaddäus Hüppi, Georg Winter oder Ruth Hutter aus Mannheim. „Ich mache kein Hehl daraus, dass ich besonders nach konzeptuellen, installativen und medialen Ansätzen gesucht habe“, so Dr. Ulrike Lorenz zu der von ihr getroffenen Künstlerauswahl.
Ausgangspunkt für „Fremde Heimat. Kunst in Baden-Württemberg“ war der subjektive Blick der Kuratorin, die sich mit den Vorbereitungen des Projekts zunächst einmal selbst der Kunstlandschaft ihrer neuen Wahl-Heimat Baden-Württemberg näherte. In Zusammenarbeit mit dem Künstlerbund Baden-Württemberg durchforstete Sie bei umfangreichen Recherchen und Reisen mit über 70 Atelierbesuchen die Kunstszene des Landes. Dieser unmittelbare Eindruck findet sich in der unkonventionellen Ausstellungsdramaturgie wieder.
Eine Erkundungslandschaft ist entstanden, die dem Besucher selbst „Fremde Heimat“ sein will und einlädt zu einer Forschungsreise mit unvorhergesehenen Herausforderungen und Schönheiten.
Die gleichnamige Publikation zur Ausstellung „Fremde Heimat. Kunst in Baden-Württemberg“ (ISBN 978-3-88423-344-3, Preis 29,80 €) geht über einen konventionellen Ausstellungskatalog hinaus und erweitert den Blickwinkel auf das Phänomen „Heimat“ mit theoretischen, philosophischen und literarischen Texten bekannter Schriftsteller wie Bernhard Schlink, Theresia Walser oder Wilhelm Genazino, die einen persönlichen Bezug zu der Region haben.
Ein Rahmenprogramm der Ausstellung mit Performances, Vorträgen, und Künstlergesprächen bietet darüber hinaus Gelegenheit sich der „Fremden Heimat“ anzunähern. Informationen zur Ausstellung im Überblick: Schirmherrschaft: Stefan Mappus, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg Pressekonferenz zur Ausstellung: Freitag, 26. März, 11 Uhr, Kunsthalle Mannheim (Eingang Friedrichsplatz) Laufzeit der Ausstellung: „Fremde Heimat. Kunst in Baden-Württemberg“ 28.03.2010 - 20.06.2010 Ausstellungseröffnung: 28.03.2010, 11.00 Uhr Publikation: Zur Ausstellung erscheint eine Publikation mit Beiträgen von Wilhelm Genazino, Otto Jägersberg, Bernhard Schlink, Jagoda Marinic, Theresia Walser, Arnold Stadler und Peter Härtling. „Fremde Heimat. Kunst in Baden-Württemberg“ Verlag: Das Wunderhorn, Heidelberg, 288 Seiten, Hardcover, ISBN 978-3-88423-344-3, Preis 29,80 €. Veranstaltungsreihe Fremde Heimat. Kunst in Baden-Württemberg Klaus Merkel im Gespräch mit Christian Matthiessen Life Playback Performance, Jackson Pollock Bar, 1993 Donnerstag, 15.04., 19.30 Uhr, Eintritt frei Der Mutterkompass Harry Walter präsentiert eine zweiteilige Bilderzählung Donnerstag 29.04., 19.30 Uhr, Eintritt frei Reden über Kunst Dr. Ulrike Lorenz im Gespräch mit Künstlern zur Situation in Mannheim Donnerstag, 20.05., 19.30 Uhr, Eintritt frei Hagen Betzwieser zum Institut für Allgemeine Theorie (IAT) Vorführung und Vortrag Donnerstag, 10.06., 19.30 Uhr, Eintritt frei Grauer Alltag – Gedankenspiele Die Macht der Farbe bei James Joyce, Ein Vortrag von Werner Schmidt Donnerstag, 17.06., 19.30 Uhr, Eintritt frei Finissage: Kunst-Lunch Kuratorin Dr. Ulrike und einige Künstler führen durch den Ausstellungsparcours Mit anschließendem Mittagessen Anmeldung bis Freitag, 11.06. unter 0621 293-6438 Sonntag 20.06., 11.00 Uhr, Eintritt 15,00 € |

























































