| Künstler gestaltet 420 Quadratmeter große Wandzeichnung |
|
|
|
| Donnerstag, 25. März 2010 um 19:44 Uhr | ||
Nürnberg (dpa/lby) - Es geht um Bewegung und Dynamik, die ihren Ausdruck in riesigen Strudeln und Wolken findet: Eine 420 Quadratmeter große Wandzeichnung aus Tusche hat der Künstler Gerhard Mayer im Nürnberger Neuen Museum gestaltet. «Die Idee ist, dass man auch von draußen auf die Zeichnung blicken kann», erklärte Museumsleiterin Angelika Nollert am Donnerstag. Zu sehen ist das über sechs Räume und zwei Etagen hinweg aufgeteilte Fassadenprojekt mit dem Titel «Prospekt» bis zum 11. Juli. Grund für die Bezeichnung sei der Gedanke, dass sich die Wandzeichnung für den Besucher optisch auffalten solle, wenn er sie beispielsweise vom vor dem Museum gelegenen Platz aus betrachte, erklärte Nollert.
Unverkennbares Stilmittel des Künstlers sind ungerade Pinselstriche, die sich zu Strukturen zusammenfügen. «Die einzelnen Linien dürfen sich nicht berühren», sagte Mayer. Nur so könnten die ellipsenförmigen Objekte fließend und dynamisch wirken. Insgesamt zwei Monate lang hat der Nürnberger Künstler an der Zeichnung gearbeitet.
Die Inspiration für seine Werke findet der 47-Jährige in der Teilchenphysik. «Bei meinen Zeichnungen geht es immer um eine hohe Energie», sagte Mayer. Grundgedanke sei, dass sich auch feste Materie in Bewegung befinde. In seinen Arbeiten nimmt sich Mayer deshalb den nur schwer vorstellbaren Vorgängen im atomaren Bereich oder im Weltraum an.
Mehr zu Gerhard Mayer
|
























































