| Moritzburg zeigt Werke von Kokoschka zur Antike |
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| Samstag, 27. März 2010 um 08:09 Uhr | ||
Halle (dpa/sa) - Werke von Oskar Kokoschka (1886-1980) zur Antike zeigt das Landeskunstmuseum Moritzburg in Halle von diesem Samstag an in einer neuen Ausstellung. Zu sehen sind rund 80 Gemälde, Drucke, Zeichnungen und Skizzenbücher. Die Schau «Oskar Kokoschkas Antike. Eine europäische Vision der Moderne» ist zugleich die erste mit Werken des expressionistischen Malers in dem Museum. Im Mittelpunkt steht das Hamburger Triptychon «Die Thermopylen» (1954) mit den dazugehörigen Skizzen, sagte die Direktorin der Stiftung Moritzburg, Katja Schneider, am Freitag. Kokoschka setzte sich in seinem Spätwerk intensiv mit der Kultur der griechischen Antike auseinander.
Gemälde, Buntstiftzeichnungen sowie großformatige druckgrafische Zyklen belegen seine Faszination für diese Zeit. Zur Ausstellung gehört auch die großformatige Serie von Lithographien unter dem Titel «Bekenntnis zu Hellas» von 1962. «In dieser Zusammensetzung, wie wir sie gemacht haben, von der archäologischen und kunsthistorischen Seite, hat es eine Ausstellung zu Kokoschka noch nie gegeben», sagte Schneider.
Denn: «Bei Kokoschka denkt man vielleicht eher an Städtelandschaft oder herausragende frühere Porträts, für die er berühmt geworden ist», sagte sie. Die Schau zum Thema Antike entstand in Zusammenarbeit mit dem Archäologischen Museum der Martin-Luther- Universität Halle-Wittenberg, das aus seinem Bestand Exponate wie Gipsabdrucke beisteuerte.
Die in Halle ausgestellten Werke Kokoschkas sind Leihgaben von der Universität Hamburg, Museen in Deutschland und aus Wien sowie von privaten Sammlern. Die Moritzburg besitzt keine Bilder mehr von ihm, da seine Werke von den Nationalsozialisten als entartete Kunst diffamiert wurden und verloren gegangen sind, sagte Schneider. Die Schau ist bis zum 20. Juni zu sehen.
Das Landeskunstmuseum Moritzburg ist ein Zentrum der Klassischen Moderne und steht in der Tradition des Expressionismus. Kokoschka wurde am 1. März 1886 in Pöchlarn in Österreich geboren, während der NS-Zeit ging er ins Exil nach London. Er starb am 22. Februar 1980 in Montreux in der Schweiz.
Internet: www.kunstmuseum-moritzburg.de
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