| Otto-Dix-Preis 2010 geht an Matthias Bitzer |
|
|
|
| Samstag, 27. März 2010 um 08:09 Uhr | ||
Gera (dpa/th) - Der mit 20 000 Euro dotierte Otto-Dix-Preis 2010 geht an den Maler und Zeichner Matthias Bitzer. Der 1975 in Stuttgart geborene Künstler sei am Freitag von einer sechsköpfigen Jury gekürt worden, teilte eine Sprecherin der Stadt Gera mit. Sein Werk führe abstrakte und figurative Darstellungen zusammen. Dabei greife er oft auf Formensprache, Geschichten und geisteshistorische Zusammenhänge des 19. und 20. Jahrhunderts zurück, würdigte die Jury. Der Preis der Stadt Gera für junge Gegenwartskünstler soll am 5. Oktober übergeben werden. Zugleich wird dann eine Ausstellung mit Arbeiten Bitzers und der anderen Kandidaten für den Preis eröffnet.
Bitzer studierte von 1998 bis 2004 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe unter anderem bei Erwin Gross. Seine Arbeiten beziehen sich nach Angaben der Jury auf «historische, etwas abseits der Geschichte stehende Biografien, deren Verwerfungen und Eigenartigkeiten er zu einem magisch-mystisch aufgeladenen Bilderkosmos verdichtet».
Die Auszeichnung ist nach dem in Untermhaus, einem heutigen Stadtteil Geras, geborenen Expressionisten Otto Dix (1891-1969) benannt. Sie wird mit einer Unterbrechung seit 1992 alle zwei Jahre vergeben. Geehrt wird junge Gegenwartskunst, «die engagierte Zeitnähe mit reflektiertem Selbstbewusstsein verbindet, beidem originären künstlerischen Ausdruck verleiht und sich gängigen Rezeptionsmustern entzieht». Die Dotierung ist geteilt in 10 000 Euro Preisgeld und 10 000 Euro für den Ankauf von Arbeiten des geehrten Künstlers. Die Auszeichnung gilt als einer der höchstdotierten Preise für junge Gegenwartskunst. Das Geld dafür wird von einem Energieunternehmen bereitgestellt.
Mehr zu Matthias Bitzer
|
























































