| Münch: DDR-Auftragskunst ausreichend präsentiert |
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| Montag, 29. März 2010 um 14:10 Uhr | ||
Potsdam/Beeskow (dpa/bb) - Die in Beeskow (Oder-Spree) gelagerte DDR-Auftragskunst wird aus Sicht von Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch (SPD) in ausreichendem Maß öffentlich präsentiert. Während der vergangenen Jahre habe es eine Reihe von Ausstellungen gegeben, denen in Zukunft weitere folgen würden, sagte Münch auf eine parlamentarische Anfrage. Als Beispiele aus der Vergangenheit nannte sie «Ein weites Feld. Landwirtschaft in der Malerei in der DDR», «Lebens-Mittel Kunst», «Büchsenwurst und roher Fisch. Stillleben aus dem Kunstarchiv Beeskow» oder auch «In Licht und Finsternis. Kunst zu Johannes R. Becher».
Gegenwärtig wird die Schau «Helden auf Zeit. Porträts aus dem Kunstarchiv Beeskow» gezeigt, und von Oktober an sollen auf der Burg Beeskow, dem Sitz des Kunstarchivs, unter dem Arbeitstitel «Kassandra sieht ein Schlangenei» expressionistische Bilder zu sehen sein. Damit erfülle das Archiv seinen Auftrag, stellte Münch fest. In ihm hatten die Länder Berlin und Mecklenburg-Vorpommern Kunstwerke von Parteien, Massenorganisationen und Staatsorganen der DDR auf Grundlage eines Verwaltungsabkommens von 2001 zusammengeführt.
Zu dem damit verbundenen Auftrag gehört, die mit der Auftragskunst verbundene Geschichte aufzuarbeiten und zu dokumentieren sowie die Werke der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Im vergangenen Jahr hat das Kunstarchiv laut Münch das Verbundprojekt «DDR-Depotkunst und Geschichtsvergegenwärtigung» begonnen, das vom Bundesforschungsministerium finanziert werde. Es mache DDR-Kunst, die im Zuge des Vereinigungsprozesses aus der Öffentlichkeit verschwunden sei, in elektronischer Form und in einem Bildatlas wieder «sichtbar».
Internet: www.kunstarchiv-beeskow.de
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