| Kippenberger-Schau unter weltweiten Top-Ausstellungen |
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| Mittwoch, 31. März 2010 um 20:57 Uhr | ||
London (dpa) - Eine Retrospektive über den deutschen Künstler Martin Kippenberger hat es in die Hitliste der meistbesuchten Ausstellungen der Welt geschafft. «Martin Kippenberger: Problem Perspective» im Museum of Modern Art in New York (MoMA) sahen im vergangenen Jahr pro Tag fast 5000 Menschen, geht aus einer Studie der Londoner Kunstzeitung «The Art Newspaper» hervor. Was die Zahl der Besucher pro Tag angeht, landete die Schau über den 1997 gestorbenen Künstler damit auf dem 13. Platz. Aus Deutschland schaffte er jedoch keine Ausstellung in diese Top 100.
Angeführt wurde die Liste der Blockbuster-Ausstellungen im Jahr 2008/09 auch nicht von westlichen Top-Museen: Die ersten vier Plätze belegten Ausstellungen in Japan - zumindest was die Zuschauer pro Tag angeht. Sieger war demnach das Nationalmuseum in Tokio mit der Buddha-Schau «Ashura and Masterpieces from Kohfukuji», zu der täglich fast 16 000 Besucher kamen. Im weltweiten Vergleich lief in Deutschland die Degas-Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle am besten, die im Durchschnitt rund 1600 Menschen pro Tag sahen.
Was die gesamten Besucherzahlen der Museen anging, konnte sich der Louvre als beliebtestes Museum behaupten: 8,5 Millionen Menschen sahen sich die Kunstschätze in dem Pariser Museum an, schrieb das «Art Newspaper». Darauf folgte das British Museum in London, das Metropolitan Museum of Art in New York und die National Gallery sowie die Tate Modern in London. Erst auf Platz 40 liegt das erste deutsche Museum: Ins Pergamonmuseum in Berlin kamen demnach 1,1 Millionen Besucher.
In der Ausstellungs-Liga war unter den Spitzenreitern auch eine Schau im Museum für westliche Kunst in Tokio mit Leihgaben aus dem Louvre. Auf den folgenden Plätzen hängte das Pariser Museum für Stammeskünste, das Musée du Quai Branly, mit der «2nd Photoquai Biennale» so renommierte Museum wie das Grand Palais mit der Ausstellung «Picasso and the Masters» und das Centre Pompidou mit seiner Kandinsky-Schau ab.
Auch in Großbritannien gab es Überraschungen: Dort lösten hippe Institutionen etablierte Museen ab. So landete die Ausstellung um den Graffiti-Künstler Banksy in Bristol auf dem 30. Platz. Unter die ersten 30 schaffte es in Großbritannien sonst nur die Londoner Saatchi-Galerie mit ihrer China-Ausstellung «The Revolution Continues». Für die Ausstellungs-Studie wertete das «Art Newspaper» die Besucherzahlen von mehr als 4300 Ausstellungen aus.
Über den gesamten Ausstellungszeitraum sahen sich 306 000 Besucher die Kippenberger-Retrospektive an - im Vergleich dazu kamen insgesamt 946 000 Zuschauer zu der «Ashura»-Schau in Tokio.
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