| Tomi-Ungerer-Ausstellung in KZ-Gedenkstätte Osthofen |
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| Dienstag, 11. Mai 2010 um 06:28 Uhr | ||
Osthofen (dpa/lrs) - Der gebürtige Elsässer Tomi Ungerer präsentiert erstmals Kunstwerke zur Besetzung seiner Heimat im Zweiten Weltkrieg in einer deutschen KZ-Gedenkstätte. Von diesem Dienstag (11. Mai) an zeigt die Landeszentrale für politische Bildung die Ausstellung «Tomi Ungerer - Gedanken bleiben frei!» im ehemaligen Konzentrationslager Osthofen bei Worms. Die Fotografien, Bilder und Collagen böten tiefe Einblicke in die Welt des 9- bis 13-jährigen Ungerer im Nazi-Deutschland, teilte die Landeszentrale mit.
Der 1931 geborene Ungerer erlebte mit seiner Familie die Okkupation seiner Heimat erst durch deutsche Truppen und dann durch die deutsche «Zivilverwaltung» hautnah, heißt es in einem Heft zur Ausstellung. Bereits als Schüler hielt er seine Beobachtungen in kritisch-karikierenden Zeichnungen fest, etwa in einem Kartenspiel. Der heute 78-jährige Künstler wolle mit der Ausstellung (bis 8. August) die Erinnerung an die Verbrechen der Nazi-Zeit wachhalten. «Man muss sich einfach daran erinnern, damit es sich nicht wiederholt! Die Jugend muss sehen, wie die Dinge wirklich waren», sagte er laut Mitteilung.
«Das Überwinden von Grenzen, sein Engagement für Frieden und gegen den Hass kennzeichnen das Leben und das Lebenswerk von Tomi Ungerer», teilte der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) zur Eröffnung mit. «Dank Ihres großen künstlerischen Talents eröffnen Sie uns einen ganz eigenen und soweit es möglich ist auch humorvollen Blick auf ein dunkles Kapitel unserer Geschichte», sagte er an die Adresse Ungerers. Beck hat die Schirmherrschaft für die Schau übernommen.
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