| Einblicke in Kult um Parkschöpfer Pückler |
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| Mittwoch, 12. Mai 2010 um 06:23 Uhr | ||
Bad Muskau (dpa) - Eis, Landschaftsgärten, Literatur - vieles erinnert an den Schöpfer des Pücklerparks im sächsischen Bad Muskau, der inzwischen zum Weltkulturerbe gehört. Unter dem Titel «Pückler usw., usw. - Rezeption, Vermarktung, Kult» öffnet an diesem Mittwoch eine neue Sonderschau in der deutsch-polnischen Grenzstadt. Sie beleuchtet den Umgang mit dem Erbe von Fürst Hermann von Pückler- Muskau (1785-1871) auf teils besondere Art.
Arbeiten von mehr als 30 Künstlern zeigen, wie sich Maler, Grafiker und Bildhauer von Pücklers Leben und Schaffen inspirieren ließen. Ein Abschnitt ist der Vermarktung von Produkten mit dem Namen des Fürsten gewidmet - neben dem allbekannten Pücklereis kamen auch Torte, Bier, Pudding und sogar Zigaretten auf den Markt. Die Ausstellung im rekonstruierten Rittersaal des Neuen Schlosses ist täglich bis zum 31. Oktober geöffnet.
Die Schau beleuchtet auch, welche Entwicklung die Landschaftsgärten nach dem Tod Pücklers nahmen und wie der Fürst zum Gegenstand der Wissenschaft wurde: Umfassende Biographien erschienen über das bewegte Leben des Weltenbummlers und Frauenverehrers. Sein Werk «Andeutungen über Landschaftsgärtnerei» kam nicht nur auf Deutsch, sondern in Englisch, Französisch und Italienisch heraus. Pückler ließ zwischen 1815 und 1845 den Park in Muskau zu beiden Seiten der Neiße anlegen. Ein Teil liegt heute auf polnischem Territorium. Später zog er sich nach Branitz zurück und gestaltete dort den Park, der heute auf Cottbuser Territorium liegt. Nach Angaben der Parkstiftung ergänzt die neue Sonderschau die Dauerausstellung «Pückler! Pückler? Einfach nicht zu fassen!». Seit 2008 macht diese im Südflügel des Neuen Schlosses mit der facettenreichen Biographie des Fürsten und seinem Wirken in Muskau bekannt.
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