| Museumsbund kritisiert Pläne zur Museums-Schließung |
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| Mittwoch, 12. Mai 2010 um 06:23 Uhr | ||
Mülheim/Berlin (dpa/lnw) - Pläne zur Schließung des städtischen Kunstmuseums in Mülheim an der Ruhr hat der Deutsche Museumsbund am Dienstag in Berlin kritisiert. Die öffentliche Diskussion um das Museums-Aus im Jahr der Kulturhauptstadt Europas «schädigt die jahrzehntelange Aufbau- und Vermittlungsarbeit und das Vertrauen, das Sammler, Stifter und Bürger in ihr Museum setzen», erklärte ein Sprecher der Fachgruppe der kunst- und kulturgeschichtlichen Museen in der Dachorganisation.
Geschwächt würde dadurch auch der neu gegründete und «bislang einzigartige» Zusammenschluss der Kunstmuseen im Ruhrgebiet. Mit ihren Angeboten für alle Altersgruppen und Bevölkerungsschichten hätten sich die jetzt gemeinschaftlich organisierten Ruhr-Kunstmuseen «einmal mehr als tragende Säulen des kulturellen Lebens im Ruhrgebiet und insbesondere des Kulturhauptstadtjahres» erwiesen.
Die Verantwortlichen in Landes- und Kommunalpolitik müssten «ihrem politischen Auftrag gerecht werden, den Bestand öffentlicher Museen und Sammlungen langfristig zu sichern», forderten die Mitglieder der Museums-Fachgruppe.
Dem traditionsreichen Kunstmuseum in Mülheim droht nach Angaben des Museumsbundes die Schließung, wenn bis 2013 kein privater Träger gefunden wird, der die komplette jährliche Finanzierung für dieses Hauses übernimmt. Der Vorschlag des städtischen Verwaltungsvorstandes zur Haushaltskonsolidierung sehe vor, die Trägerschaft für das Kunstmuseum im Jahr 2013 aufzugeben, um den jährlichen Zuschuss von einer Million Euro einzusparen. Das Haus ist bekannt für seinen Besitz an expressionistischer Kunst sowie Grafiken der Klassischen Moderne.
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