| Kunsthalle schließt «Galerie der Gegenwart» überraschend |
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| Montag, 17. Mai 2010 um 06:51 Uhr | ||
Hamburg (dpa/lno) - Die Hamburger Kunsthalle hat große Teile der «Galerie der Gegenwart» voraussichtlich bis Oktober geschlossen. Dies sei bereits am Dienstag aus brandschutztechnischen Gründen nötig geworden, teilte der Geschäftsführer der Kunsthalle, Roman Passarge, am Freitag mit. Damit widersprach er der Darstellung des Vereins «Freunde der Kunsthalle», der ausschließlich Sparzwänge als Grund für die Schließung vermutete. Es sei zwar richtig, dass die Kunsthalle sparen müsse, um wieder in die schwarzen Zahlen zu kommen. Ursächlich für die Schließung sei der Sparzwang aber nicht, sagte Passarge. Nach der Sanierung des Gebäudes werde man sich bemühen, schnell wieder zu eröffnen.
Der zweiteilige, 1997 eröffnete Bau von Oswald Mathias Ungers besteht aus einem vierstöckigen Kubus. Speziell für die Galerie der Gegenwart konzipierten einige Künstler Werke und installierten sie dort: darunter etwa Richard Serras tonnenschweres Blei-Splashing, Jannis Kounellis geschichtete, mit Steinen gefüllte Jutesäcke aus dem Hamburger Hafen, Ilya Kabakovs Krankenzimmer, Ian Hamilton Finlays Textinstallation auf dem Platz zwischen der Galerie der Gegenwart und dem Gründungsbau und Jenny Holzers an der Decke verlaufendes LED-Band, das den Übergang zwischen Alt- und Neubau herstellt.
Herausragende und für die Galerie der Gegenwart charakteristische Sammlungsschwerpunkte sind die Malerei seit den 1960er Jahren, Skulpturen und Modelle deutscher Bildhauer der späten 1980er und 1990er Jahre sowie die deutsche Fotografie mit Arbeiten von Andreas Gursky, Thomas Struth, Thomas Ruff und Candida Höfer. Außerdem verfügt die Hamburger Kunsthalle über eine sehr umfangreiche Sammlung von Videos und Neuen Medien.
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