| Museum Brandhorst wird ein Jahr alt - 350 000 Besucher |
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| Dienstag, 18. Mai 2010 um 06:34 Uhr | ||
München (dpa/lby) - Vor einem Jahr wurde das Museum Brandhorst in München eröffnet - inzwischen haben es schon rund 350 000 Menschen besucht. «Das übertrifft unsere Erwartung bei weitem», sagte der Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlung, Klaus Schrenk, am Montag der Nachrichtenagentur dpa. «Wir hatten mit 200 000 Besuchern gerechnet.» Der Direktor der Sammlung Brandhorst, Armin Zweite, sagte: «Das erste Jahr war eigentlich wunderbar. Die vielen Vorbehalte, die man am Anfang gehegt hat - das hat sich alles beruhigt und in eine große Welle der Zustimmung verwandelt.»
Rund 48 Millionen Euro hat das neue Museumsgebäude, das am 18. Mai 2009 eröffnet wurde, gekostet. «Das Museum Brandhorst hat die Kunstszene in München auf unvergleichliche Weise noch einmal verdichtet», urteilte der Museumspädagoge Michael Meuer vom Museumspädagogischen Zentrum (MPZ) in München. «Viele, viele Lücken wurden gefüllt.»
In unmittelbarer Nähe zu den Pinakotheken beherbergt es mehr als 700 Gemälde, Skulpturen, Installationen und Videos von Künstlern wie Andy Warhol, Damien Hirst, Georg Baselitz oder Joseph Beuys. Rund 160 davon sind nach Angaben Zweites für das Publikum zu sehen. Zum Einjährigen kommt ein großes Gemälde von Alex Katz dazu mit dem Titel «City Landscape». Es ist ein Geschenk des Künstlers an die Udo und Anette Brandhorst-Stiftung. Zum Jubiläumstag an diesem Dienstag ist der Eintritt in das Museum frei.
Im Jahr 1999 - kurz nach dem Tod seiner Frau - hatte Udo Brandhorst seine Kunstsammlung, deren Wert auf rund 100 Millionen Euro geschätzt wird, dem Freistaat Bayern mit der Bedingung geschenkt, ein eigenes Haus für die Kunstschätze zu bauen. Nach rund dreijähriger Bauzeit war das Gebäude mit der bunten Stäbchenfassade, das auch selbst zum Erfolg des Museums beiträgt, im Herbst 2008 fertig. «In unser Museum kommen Kunstfreunde und Architektur-Interessierte», sagte Schrenk.
Für die Zukunft wünschen sich Schrenk und Zweite, der Erfolg möge von Dauer sein. «Das war das Eröffnungsjahr - da sind die Leute neugierig», gab Zweite zu bedenken. Jetzt müsse es darum gehen, das Interesse an dem Museum wach zu halten. Außerdem soll die Sammlung ausgebaut werden. «Die Profilierung muss weitergehen», betonte Zweite. Für den Spätherbst dieses Jahres ist eine große Picasso-Ausstellung geplant, in der vor allem illustrierte Bücher von Pablo Picasso gezeigt werden sollen, die bislang noch in den verborgenen Räumen des Museums gelagert sind und dann einer großen Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollen.
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