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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Umstrittener Ex-Kultusminister von Friedeburg tot PDF Drucken E-Mail
Freitag, 21. Mai 2010 um 07:21 Uhr

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Wiesbaden (dpa/lhe) - Der frühere hessische Kultusminister Ludwig von Friedeburg (SPD) ist im Alter von 85 Jahren gestorben. Der Landtag in Wiesbaden gedachte am Donnerstag des Politikers, der das Kultusministerium von 1969 bis 1974 geleitet hatte. Von Friedeburg setzte umstrittene Reformen durch: Er führte Gesamtschulen ein und Rahmenrichtlinien für die Fächer Deutsch, Gesellschaftslehre und Kunst.

 

«Ungeachtet der Kontroversen, die gerade die Schulpolitik der 1970er Jahre geprägt haben, hat Ludwig von Friedeburg sich in besonderer Weise um das Land Hessen verdient gemacht», erklärten Miniszterpräsident Roland Koch (CDU) und Kultusministerin Dorothea Henzler (FDP). «Er hat Impulse gesetzt, die die bildungspolitische Debatte bis heute prägen.»

 

Von Friedeburg starb nach Auskunft des Instituts für Sozialforschung an der Universität Frankfurt am vergangenen Montag und damit kurz vor seinem 86 Geburtstag am Freitag (21. Mai). Er war 1924 in Wilhelmshaven geboren worden.

 

«Er war der Vordenker einer Bildungspolitik, die sich der Verwirklichung der Chancengleichheit verpflichtet sieht», sagte der SPD-Landesvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel. Der Grünen- Fraktionschef Tarek Al-Wazir würdigten ihn als engagierten Reformer, dessen radikale Pläne aber «die Mehrheit der Gesellschaft in manchen Punkten überfordert» hätten.

 

Von Friedeburg war ein Sohn des letzten Oberbefehlshabers der Kriegsmarine, Generaladmiral Hans-Georg von Friedeburg. Er war nach dem Abitur Soldat und erlebte das Kriegsende als jüngster Kommandant eines U-Bootes. Nach dem Studium promovierte er und war bis 1954 Mitarbeiter des Instituts für Demoskopie in Allensbach. Vor seiner Berufung in das Kabinett des hessischen Ministerpräsidenten Albert Osswald (SPD) 1969 leitete er gemeinsam mit Theodor Adorno das Frankfurter Sozialforschungsinstitut. Dann stand er von 1975 bis 2001 wieder an der Spitze des Instituts.

 

Seine einheitlichen Rahmenrichtlinien anstelle der traditionellen, nach Schulformen getrennten Lehrpläne machten von Friedeburg zum Lieblingsgegner der hessischen CDU. Sie witterte «Marx statt Rechtschreibung». Die Rahmenrichtlinien prägten nicht unwesentlich den Wahlkampf zur Landtagswahl von 1974, bei der die SPD schwere Verluste erlitt. In der neuen Regierung ersetzte Hans Krollmann (SPD) den Schulreformer.

 



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