| Kasseler Museum zeigt edle Prunkgefäße |
|
|
|
| Freitag, 21. Mai 2010 um 07:21 Uhr | ||
Kassel (dpa/lhe) - Kostbare Trinkgefäße, filigran gearbeitete Trophäen und prachtvolles Silber: Eine der ältesten und bedeutendsten Sammlungen ihrer Art in Deutschland ist von Freitag an wieder öffentlich in Kassel zu sehen. In der Ausstellung «Pokalspiel - Der Silberschatz der Landgrafen» zeigt das Museum Schloss Wilhelmshöhe Prunkgefäße aus der Zeit von 1450 bis 1700. Beim Betrachten der rund 70 Kostbarkeiten sollen die Besucher auch den Symbolgehalt solcher Gegenstände verstehen, wie Kuratorin Antje Scherner am Donnerstag in Kassel sagte. Denn Prunkgefäße seien auch immer Insignien von Reichtum und Macht gewesen.
Die Exponate waren seit 2008 nicht mehr zu sehen, da im Zuge der Umstrukturierung der Museumslandschaft das Hessische Landesmuseum geschlossen worden war. Seit rund 450 Jahren werden die Kostbarkeiten in der Residenzstadt aufbewahrt. Die landgräfliche Silberkammer sei daher weit mehr als eine Ansammlung silbervergoldeter Prunkobjekte. Die neue Schau, die bis zum 5. September zu sehen ist, zeigt nun rund 70 Stücke, die mitunter Kapitalanlage waren oder eine politische Aussagekraft hatten, aber auch bei Festen zum Einsatz kamen.
Der Besucher schreitet durch ein virtuelles Schloss, sieht zunächst den Hessischen Hausschatz und gelangt dann in die «Silber- Cammer» - einen Depotraum, in dem die vergoldeten Kostbarkeiten einst standen. Schließlich wird er selbst Gast eines zünftigen Fests. Am Ende wird es dann noch praktisch: Hier zeigt die Ausstellung, wie die Gefäße hergestellt wurden, woher die exotischen Materialen stammten und was die Goldschmiedemarken aussagen. Auch darf das Gewicht eines Pokals ausprobiert oder einem Goldschmied bei der Arbeit zugesehen werden.
|
























































