| Kuratorium will 1,5 Millionen Euro für neues Kunsthaus sammeln |
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| Dienstag, 25. Mai 2010 um 06:32 Uhr | ||
Gera (dpa/th) - Rund 1,5 Millionen Euro Spenden wollen Vertreter aus Wirtschaft und Kultur für das neue Geraer Kunsthaus einsammeln. Dazu hat sich am Freitag ein neunköpfiges Kuratorium konstituiert. «Wir sind darauf angewiesen, dass sich private Geldgeber an dem Projekt beteiligen», sagte Geras Oberbürgermeister Norbert Vornehm (SPD). An die Spitze des Gremiums wurde der Vorstandschef des Heidelberger Gesundheitskonzerns SRH, Klaus Hekking, gewählt. Gerade in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten sei es nicht einfach, diese Summe einzuwerben, räumte er ein. Ziel sei es, nicht nur Großsponsoren zu finden, sondern das Kunsthaus «zu einem Projekt der Bürger der Stadt Gera zu machen».
Das Kunsthaus wird künftig neben der Geraer Dix-Sammlung auch zeitgenössische Kunst präsentieren. Dafür soll das leerstehende David-Chipperfield-Gebäude der früheren Landeszentralbank für rund 8,5 Millionen Euro umgebaut werden. Derzeit werde auch eine etwas kleinere Variante geprüft, erklärte Vornehm. «Wir sind noch längst nicht an dem Punkt, wo Aufträge vergeben werden können.» Die Planungen sollen bis Jahresende abgeschlossen sein und dann der etwa zehn Monate dauernde Umbau beginnen. Ziel ist die Eröffnung des neuen Kunsthauses am 2. Dezember 2011 - dem 120. Geburtstag des im Geraer Stadtteil Untermhaus geborenen Malers Otto Dix.
Mit dem Kunsthaus wird die Geraer Kulturmeile samt Otto-Dix-Haus, Orangerie und Theater entscheidend erweitert. Ein solches Alleinstellungsmerkmal helfe, die gesamte Region bekannter zu machen, zeigte sich der Chef der Bauerfeind AG und Präsident der IHK Ostthüringen, Hans Bauerfeind, überzeugt. Er gehört ebenfalls dem Kuratorium an. Nun sollen laut Vornehm auch die beiden für das Projekt wichtigen Landesminister Christoph Matschie (SPD/Kultus) und Christian Carius (CDU/Bau) gebeten werden, sich an dem Kuratorium zu beteiligen.
Wer das Kunsthaus leiten wird, ist derzeit noch unklar. Diese Frage werde im Laufe des kommenden Jahres angegangen, erklärte Vornehm. Darüber müsse die Stadt entscheiden, doch könne ihr das Kuratorium dabei beratend zur Seite stehen.
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