| Konzeptkünstler Arakawa gestorben - Kunst gegen den Tod |
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| Mittwoch, 26. Mai 2010 um 06:38 Uhr | ||
New York (dpa) - Der Konzeptkünstler Shusaku Arakawa, der mit seinen Projekten gegen das Altern und den Tod kämpfte, ist mit 73 Jahren gestorben. Arakawa, ein gebürtiger Japaner, starb nach Angaben seiner Witwe Madeline Gins bereits am vergangenen Dienstag. Die Ursache seines überraschenden Todes werde noch untersucht, sagte Gins der Deutschen Presse-Agentur dpa am Montagabend (Ortszeit) in Manhattan.
Das Paar hatte die Bewegung «reversible destiny» (umkehrbares Schicksal) gegründet. Mit ihrer Kunst, die sich zuletzt vor allem auf ungewöhnliche Bauprojekte konzentrierte, wollten Arakawa und Gins das Altern verhindern. Auf ihrer Internetseite www.reversibledestiny.org heißt es: «Wir haben beschlossen, nicht zu sterben.»
«Ich bin dem Universum sehr böse», sagte die Witwe der dpa. «Die Menschheit verdient es nicht, zu sterben.» Sie suche jetzt nach der besten Idee für die «Anti-Beisetzung» ihres Mannes und habe einen internationalen Wettbewerb ausgeschrieben. Das Gedenken an Arakawa soll am Donnerstag mit einer Online-Konferenz beginnen, an der sich Interessenten aus aller Welt beteiligen könnten.
Das Paar hatte zuletzt Häuser entworfen, deren schräge Ebenen, wahllos gesetzte Fenster und kunterbunte Farben die Bewohner zum ständigen Bewusstsein ihrer Umgebung zwingen sollte. Türen gab es in ihren Bauten nicht. Als Sinn für diese Architektur gaben die beiden Künstler an, so Menschen jung und agil erhalten zu wollen. Ein von ihnen gestalteter Park in Japan trägt den Namen ihrer Bewegung, «Reversible Destiny-Yoro». Außer Häusern und Parks schuf das Paar Filme, Bücher («The Mechanism of Meaning»), Gedichte und Gemälde.
Gins kündigte an, sie werde nach dem Tod ihres Partners doppelt so hart wie bisher daran arbeiten, «das Altern abzuschaffen». Es sei «unmoralisch», dass Menschen sterben müssten.
http://www.reversibledestiny.org
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