| Berliner Museum steht zu umstrittenem Kahlo-Bild |
|
|
|
| Mittwoch, 26. Mai 2010 um 06:38 Uhr | ||
Berlin (dpa) - Der Martin-Gropius-Bau in Berlin steht zu einem umstrittenen Bild der mexikanischen Maler-Ikone Frida Kahlo. Es sei bekannt, dass die Urheberschaft des derzeit in einer Retrospektive gezeigten Gemäldes «Herz, Kaktus und Fötus» nicht gesichert sei, sagte Museumsdirektor Gereon Sievernich am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa. «Wir sind von Anfang an offen mit dem Thema umgegangen. Wir verbergen nichts, wir verheimlichen nichts.»
Mehrere Medien hatten berichtet, das renommierte Museum erwäge, die mögliche Fälschung aus der Ausstellung zu entfernen. Davon könne keine Rede sein, sagte Sievernich. «Wir hängen nichts ab.» Die Zweifel an der Herkunft des Bildes seien mit dem danebenstehenden Hinweis deutlich gemacht: «Frida Kahlo zugeschrieben.»
Das nur postkartengroße Gemälde stammt wie viele andere Leihgaben der spektakulären Retrospektive aus einer mexikanischen Sammlung, die der einflussreiche Museumsdirektor Carlos Phillips Olmedo zur Verfügung stellte. Der Martin-Gropius-Bau habe bereits im Vorfeld gewusst, dass das umstrittene Bild in Berlin gezeigt werden sollte, sagte Sievernich. «Es ist Teil der Sammlung. Das stand im Vertrag.»
Die Ausstellung im Gropius-Bau ist die bisher wohl größte Werkschau Kahlos (1907-1954) in Deutschland. Mehr als 150 Gemälde und Zeichnungen spüren der Entwicklung der großen Künstlerin nach - von der Avantgarde in der Zeit nach der mexikanischen Revolution bis zu der von Kahlo im Surrealismus verankerten Bildersprache aus den letzten Lebensjahren.
|
























































