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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Kunst & Kultur

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Bühnenverein sieht Kunst durch Sparzwang bedroht PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 27. Mai 2010 um 06:41 Uhr

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Freiburg (dpa) - Die Theater und Orchester in Deutschland müssen nach Ansicht des Deutschen Bühnenvereins mit einem größeren Selbstbewusstsein auf die Krise der öffentlichen Finanzen reagieren. Zudem sollten sie intensiv auf die gesellschaftliche Bedeutung ihrer Arbeit verweisen, sagte der Präsident des Bühnenvereins, Klaus Zehelein, am Mittwoch in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Die Arbeit der Bühnen komme der ganzen Gesellschaft zugute. Dies müsse in den Spardebatten stärker berücksichtigt werden.

 

Der Bühnenverein, Bundesverband der deutschen Theater und Orchester, veranstaltet seine diesjährige Jahreshauptversammlung von diesem Donnerstag (27. Mai) an in Freiburg. Wichtigstes Thema der drei Tage dauernden Beratungen ist die Bedeutung der Einrichtungen angesichts des größer werdenden Kostendrucks.

 

«In einer Zeit, in der alles unter dem Gesichtspunkt der Kosten und des Nutzens steht und auf den Prüfstand kommt, müssen Kultureinrichtungen auf den immensen Wert aufmerksam machen, den sie für die Entfaltung unserer Zivilgesellschaft haben», sagte Zehelein. Die mehr als 140 öffentlich getragenen Theater und rund 130 Orchester in Deutschland leisteten schon jetzt einen wesentlichen Beitrag in der Bildungsarbeit für Kinder und Jugendliche sowie für Senioren und Menschen ausländischer Herkunft. Es profitierten von ihrer Arbeit damit weite Teile der Bevölkerung.

 

«Wir wenden uns nicht generell gegen das Sparen, können uns nicht als unantastbar verstehen», sagte Zehelein. Durch die angespannte Finanzsituation sei aber die Arbeit zahlreicher Theater und Orchester gefährdet. In den vergangenen 15 Jahren sei die Zahl der Beschäftigten an den öffentlich getragenen Bühnen in Deutschland um mehr als 7000 gesunken. «Theater sind verkleinert, Sparten geschlossen, Häuser fusioniert worden und das alles bei Gehaltsminderung vieler Bühnenangehöriger.»

 

Ein Ende dieser Entwicklung sei nicht abzusehen. Kunst werde dadurch im Kern bedroht. «Die Künste können sich nur entfalten, wenn sie sich vom allgemeinen Kosten-Nutzen-Denken auch freimachen können», sagte Zehelein, der den Bühnenverein seit 2004 als Präsident vertritt und zudem die Bayerische Theaterakademie August Everding in München leitet. Die in Deutschland gewachsene Vielfalt der Bühnen und Orchester könne nur erhalten werden, wenn auch in Zukunft genügend Geld zur Verfügung stehe. «Für die zahlreichen Theater, die einen wesentlichen kulturellen und gesellschaftlichen Beitrag in den Kommunen und in ländlichen Regionen leisten», sagte Zehelein. «Sie können als Korrektiv wirken, indem sie mutig Fantasie und Kreativität gegenüber vermeintlicher Durchrationalisierung behaupten.»

 

Nach Zeheleins Angaben werden die Theater und Orchester in Deutschland aus öffentlichen Kassen jährlich mit rund 2 Milliarden Euro unterstützt. Dies seien lediglich rund 0,2 Prozent der Gesamtausgaben der öffentlichen Hand.

 

 

www.buehnenverein.de

 



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