| Baselitz: Mit Penck verbunden und ohne Kontakt zu Richter |
|
|
|
| Donnerstag, 27. Mai 2010 um 06:41 Uhr | ||
Dresden (dpa) - Der Maler und Bildhauer Georg Baselitz hat unterschiedliche Beziehungen zu seinen ebenfalls aus Sachsen stammenden Kollegen A.R. Penck und Gerhard Richter. «Penck war für mich immer ein ganz wichtiger Bezugspunkt, als Freund und vor allem als avantgardistischer Künstler», sagte der 72-Jährige Baselitz am Mittwoch in Dresden. «Überall auf der Welt, wo ich ein Bild von Penck sehe, bin ich sofort in Dresden, merkwürdigerweise.» Im Gegensatz seien er und Richter vollständig getrennt. «Jeder macht seine Sache, wir sitzen nie zusammen, es gibt keine Korrespondenz.»
Im neuen Dresdner Albertinum werden derzeit jeweils ein Raum mit Werken von Penck und Baselitz und zwei Säle mit Arbeiten von Richter eingerichtet. Sie gehören neben Caspar David Friedrich, Ludwig Richter, Ferdinand von Rayski, Otto Dix und einem Brücke-Saal zu den Schwerpunkten der neukonzipierten Dauerausstellung. Das seit 2004 sanierte und umgebaute Ausstellungsgebäude an der Brühlschen Terrasse ist vom 20. Juni an als «Haus der Moderne» der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden wieder zugänglich.
1965 hatten Baselitz und Richter die gleiche Galerie. «Wobei ich sagen muss, Richter war immer - ohne Neid - der Erfolgreichere», so Baselitz. Er selbst sei wesentlich später gekommen. «Mein Einstieg oder meine Bilderwelt und Bilder sind ein bisschen schwieriger, vielleicht», meinte er. «Diese Zugehörigkeit zum Westen, zur Westkultur, zur Pop-Art oder zu Amerika, die habe ich immer vermieden, Richter nicht.»
Richter wurde 1932 in Dresden geboren und ging kurz vor dem Mauerbau 1961 in den Westen. Penck kam 1939 als Ralf Winkler in der Elbestadt zur Welt und wurde 1980 aus der DDR ausgebürgert. Baselitz wurde als Georg Kern in Deutschbaselitz (Ostsachsen) geboren und ging 1958 nach Westberlin. Richter lebt und arbeitet in Köln, Penck in Berlin und Irland und Baselitz in Bayern.
|
























































