| Schau «Schönheit pur» in Rostock eröffnet |
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| Samstag, 29. Mai 2010 um 06:46 Uhr | ||
Rostock (dpa/mv) - Die Kunst-Schau «Schönheit pur» über die noch wenig bekannte Rolle Mecklenburgs als «Land für Künstler» ist am Donnerstag im Kulturhistorischen Museum in Rostock eröffnet worden. Bis zum 22. August sind in der Hansestadt Gemälde, Grafiken und Plastiken zu sehen, die die Geschichte der mecklenburgischen Kunst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nachzeichnen. An der Ausstellung beteiligen sich auch das Rostocker Max-Samuel-Haus und die Ernst-Barlach-Stiftung in Güstrow. Laut Kuratorin Heidrun Lorenzen widmet sich das Gemeinschaftsprojekt so umfassend wie nie zuvor der Bedeutung der Region als künstlerischer Schaffensort.
Vertreten sind unter anderem Werke kreativer Ausnahmegrößen wie Lyonel Feininger, Alexej von Jawlensky, Karl Schmidt-Rottluff und Lovis Corinth. Im Güstrower Forum am Inselsee können die Besucher wichtige Plastiken des posthum zum Ehrenbürger ernannten Bildhauers Ernst Barlach bestaunen. Daneben zeigt die Schau aber auch Arbeiten weniger bekannter Künstler aus Mecklenburg. Thematisiert werden außerdem die ästhetischen und politischen Wandlungen, die einige von ihnen beim Übergang vom Kaiserreich in die Weimarer Republik und in den NS-Staat vollzogen. Kunstwerke, die die Nationalsozialisten als «entartet» diffamierten, gehören daher ebenfalls zu den Exponaten.
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