| Erste Lichtkunst-Biennale zählt 90 000 Besucher |
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| Samstag, 29. Mai 2010 um 06:46 Uhr | ||
Unna (dpa/lnw) - Lichtkunst in privaten Räumen: Das spektakuläre Ruhr.2010-Projekt «open light in private spaces» ist am Donnerstag nach zwei Monaten zu Ende gegangen. Bei der erstmals veranstalteten «Biennale für internationale Lichtkunst» hatten 35 internationale Lichtkünstler im östlichen Ruhrgebiet in Häusern und Wohnungen von 60 Privatleuten Objekte installiert.
So war etwa im Dachstuhl eines Bestattungsinstituts in Unna ein dreidimensionales Modell vom atomaren Aufbau des Mondes zu sehen. Im Keller einer 82-Jährigen aus Bergkamen waren Wörter aus roten Leuchtstoffröhren montiert. Weitere Objekte standen in einem Kinderzimmer, einem Schwimmbad, einem Esszimmer oder einer Bio-Mühle. Auch Garagen, Partykeller oder Fitnessräume beherbergten Kunst. Die Veranstalter zogen eine positive Bilanz. Rund 90 000 Besucher wurden gezählt.
Die Kunstwerke in Unna, Fröndenberg und Bönen waren an Tagen mit geradem Datum zu sehen. Die privaten Räume in Hamm, Lünen und Bergkamen öffneten an den ungeraden Tagen. Täglich gab es Bustouren mit einem «Lichtbus» zu ausgewählten Räumen. Beteiligt hatten sich etwa die Künstler Christian Boltanski, Jenny Holzer, Olafur Eliasson und Sylvie Fleury.
«Gegen Ende hat sich eine regelrechte Sammelleidenschaft entwickelt, bei der die Besucher unbedingt alle 60 Orte sehen wollten. Teilweise waren bis zu 200 Menschen an einem Tag in einer Wohnung», sagte der künstlerische Leiter, Matthias Wagner K, laut einer Mitteilung des Biennale-Büros. Das Projekt habe ein internationales Publikum in die eher unbekannte Region gelockt.
Die Resonanz der Besucher sei durchweg positiv gewesen. So habe sich ein Ehepaar aus Kiel nach einem Tag Biennale dazu entschlossen, seinen ganzen Urlaub mit dem Besuch aller 60 Orte zu verbringen. Ein Ehepaar aus Amsterdam, dessen Besuch während einer Geburtstags- Kaffeetafel stattfand, sei geblieben und habe singend mitgefeiert.
Die Biennale für Internationale Lichtkunst soll künftig alle zwei Jahre in Nordrhein-Westfalen stattfinden. Austragungsort, Konzept und Kurator sollen jeweils wechseln.
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