| Neo Rauch schenkt Leipziger Museum ein Gemälde |
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| Samstag, 29. Mai 2010 um 06:46 Uhr | ||
Leipzig (dpa/sn) - Der Maler Neo Rauch hat dem Museum der bildenden Künste in seiner Heimatstadt Leipzig ein großformatiges Gemälde geschenkt. «Es ist ein ganz großer Tag für uns», sagte Museumsdirektor Hans-Werner Schmidt am Freitag bei der Übergabe des Werkes «Unter Feuer» (2010). Es ist 2,50 mal 3 Meter groß und hängt in der laufenden Rauch-Retrospektive im Bildermuseum, zu der bislang knapp 40 000 Besucher kamen.
«In der Stadt, in der er studiert hat und in der er die meiste Zeit im Wach- und Schlafzustand verbringt, müssen Arbeiten im Museum sein!», sagte Rauchs Galerist Judy Lybke zum Motiv für die Schenkung. Der Künstler selbst war bei der Übergabe nicht dabei. «Es ist ein großes Geschenk für die Stadt und eine spektakuläre Erweiterung des Bestandes. Wir haben ja nur einen kleinen Ankaufsetat», sagte Leipzigs Kulturbürgermeister Michael Faber (parteilos).
Für seine Gemälde verlangt der Künstler sonst je mehrere hunderttausend Euro. Auch die Münchner Pinakothek, die derzeit ebenfalls eine Rauch-Retrospektive zeigt, will ein Werk aus der Schau in ihre Sammlung übernehmen. Sie muss es aber bezahlen. Ein Gremium berate derzeit, welche Arbeit gekauft werden soll, sagte Lybke.
«Viele Leute kommen, angelockt von dem Namen Neo Rauch, ins Museum, um unsere Neo-Rauch-Sammlung zu sehen. Aber wir besaßen bisher nur ein Bild», sagte Schmidt. Das Werk hatte das Museum vor einigen Jahren gekauft. Zum Bestand des Hauses gehören auch einige grafische Arbeiten des 50-jährigen Künstlers. Künftig soll es regelmäßig Ausstellungen mit Werken des bekannten Leipzigers geben. «Wir stellen gerne auch weitere Arbeiten als Dauerleihgabe zur Verfügung», sagte Lybke.
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