| Letzte Ausstellung in Berliner Kunsthalle |
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| Montag, 31. Mai 2010 um 06:35 Uhr | ||
Berlin (dpa/bb) - Die Temporäre Kunsthalle auf dem Berliner Schlossplatz zeigt diesen Sommer ihre letzte Ausstellung. Ab 1. September wird sie nach Angaben der Betreiber abgebaut. Danach soll auf dem Gelände das Stadtschloss mit dem darin geplanten Humboldtforum errichtet werden. Derzeit entsteht dort ein Informationszentrum.
Die letzte Schau in der Halle wird von dem Künstler John Bock kuratiert. An der Gruppenausstellung mit dem Titel «Fischgrätenmelkstand» im Juli und August sollen 50 Künstler teilnehmen.
Auch die Fassade wandelt sich ein letztes Mal. Vom 8. bis 13. Juni können Besucher auf Hebebühnen bis zu einer Höhe von elf Metern Aufkleber an der Außenwand anbringen. Die Sticker in sieben Farben mit geometrischem Muster hat der Künstler Carsten Nicolai entworfen. Auch wenn die Hebebühnen verschwunden sind, können die Besucher die Halle weiter bekleben.
Die von Adolf Krischanitz entworfene Kunsthalle ist ein privat finanziertes Projekt. Seit Oktober 2008 zeigt sie Werke von Künstlern, die in Berlin leben und arbeiten, darunter Candice Breitz und Katharina Grosse. In Gruppenausstellungen waren Monica Bonvicini, Elmgreen & Dragset und Isa Genzken vertreten. Auch als Veranstaltungsraum wurde die Kunsthalle genutzt. Seit Eröffnung sahen 160 000 Besucher die Ausstellungen.
Wo die Halle möglicherweise wieder aufgebaut wird, ist noch offen. «Wir sind zur Zeit in Verhandlung mit potenziellen Käufern des Gebäudes. Interessenten können sich gerne noch bei uns melden», so Geschäftsführer Benjamin Anders.
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