| Südwesten setzt auf Kultur bei Integration |
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| Mittwoch, 05. Mai 2010 um 06:57 Uhr | ||
Stuttgart (dpa/lsw) - Die CDU/FDP-Landesregierung will in Zukunft verstärkt auf Kunst und Kultur setzen, um Ausländer besser zu integrieren. Dies sagte Kunststaatssekretär Dietrich Birk (CDU) am Dienstag in Stuttgart anlässlich der Vorstellung des Entwurfs für die zukünftige Kulturpolitik des Landes. Wer den kulturellen Zusammenhalt stärke, stärke den Zusammenhalt in der Gesellschaft insgesamt. Deshalb sollen sich nach dem Willen der Landesregierung die Kultureinrichtungen verstärkt für Menschen mit ausländischen Wurzeln öffnen.
Im Land soll dafür eine zentrale Anlaufstelle geschaffen werden, um die Projekte und Initiativen zwischen den Kulturen besser zu vernetzen, berichteten Birk und Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) weiter. Der Entwurf «Kultur 2020. Kunstpolitik für Baden-Württemberg», mit dem sich nun der Landtag befassen muss, sieht auch die Schaffung von Kulturbeauftragten an Schulen vor. Sie sollen die regionale Zusammenarbeit vor Ort besser koordinieren. «Wir wollen die Teilhabe vor allem junger Menschen an den Kunst- und Kulturangeboten des Landes stärken und ein Bündnis für kulturelle Bildung auf den Weg bringen», erklärten die beiden CDU-Politiker.
Mappus legte ein Bekenntnis zur Förderung der Spitzenkultur im Land ab. Er hob unter anderem die Bedeutung des Württembergischen Staatstheaters in Stuttgart für das Land hervor. Der Regierungschef schloss für die Zukunft generell Kürzungen im Kulturetat des Landes nicht aus. Er verwies auf die angespannte Haushaltslage infolge der Wirtschaftskrise. Bei der Aufstellung des kommenden Doppelhaushalts müsse man überlegen, ob es mit der Finanzierung des Etats so weitergehen könne. Mappus sagte, er wage die Prognose, dass es nicht so weitergehe wie bisher.
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