| Karola Kraus plant Dialog und Kunstdiskurs im MUMOK |
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| Donnerstag, 06. Mai 2010 um 06:43 Uhr | ||
Wien (dpa) - Frischer Wind für das Wiener Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig (MUMOK): Die designierte Direktorin Karola Kraus, die seit 2006 die Kunsthalle Baden-Baden geleitet hatte, will künftig in der Donaumetropole ständige Sammlung und Wechselausstellungen mehr in Dialog setzen und Junge wie Alte gleichermaßen für Kunst begeistern. «Kunst soll allen Bevölkerungsschichten zugänglich sein», sagte Kraus am Mittwoch bei ihrer ersten Pressekonferenz in Wien.
Unter ihrer Leitung werde es jährlich vier große Ausstellungen geben, erklärte die 49-jährige Kunsthistorikerin. Unter anderem sollen dabei Künstler der 80er und 90er Jahre mit ihren Vorläufern der 60er und 70er Jahre in Kontext gestellt werden. «Wir hatten gestern eine erste große Kuratorensitzung und haben auch erste Pläne geschmiedet, und es gibt wunderbare Ideen.» Details sollen aber erst im November bei einer Programm-Pressekonferenz bekanntgegeben werden.
Das MUMOK stehe für «Weltoffenheit, Progressivität und künstlerische Vielfalt» und habe ein «Ansehen weit über die Grenzen Wiens hinaus», betonte Kraus, die sich erfreut über die «Dichte an radikalen und qualitativ hochrangigen Kunstwerken» zeigte. Ihr Ziel sei es, «das MUMOK als Ort der Auseinandersetzung weiterzuführen und als Zentrum des internationalen Kunstdiskurses weiter auszubauen.»
Kraus war im März als neue MUMOK-Direktorin berufen worden. Sie löst Edelbert Köb ab, der das Museum seit 2002 geführt hatte. Eine Installation von Daniel Buren soll im Dezember ihre Abschlussausstellung in Baden-Baden sein. www.bmukk.gv.at
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