| Schlafende Diana - Böcklin-Bild für Düsseldorfer Museum |
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| Donnerstag, 06. Mai 2010 um 06:43 Uhr | ||
Düsseldorf (dpa/lnw) - Ein bedeutendes Gemälde Arnold Böcklins (18271901) ist nach einem wechselvollen Schicksal nun endgültig neuer Besitz des museum kunst palast in Düsseldorf. Das 1877 entstandene Bild «Die schlafende Diana, von zwei Faunen belauscht» war während der NS-Zeit den jüdischen Vorbesitzern enteignet worden. Es konnte nach der Restitution an die Erben des Hamburger Sammlers jetzt für das Museum in der NRW-Landeshauptstadt angekauft werden, teilte Düsseldorfs Kulturdezernent Hans-Georg Lohe am Mittwoch mit.
Die «Diana» hatte als Leihgabe der Bundesrepublik schon seit 1966 im ehemals städtischen Kunstmuseum in Düsseldorf gehangen. Eine «glückliche Lösung» für den Ankauf zu einer nicht genannten Summe von der Erbengemeinschaft sei mit Hilfe der Kulturstiftung der Länder, der Kunststiftung NRW, des Bundes und des Landes NRW möglich geworden.
Das Gemälde war seit Ende des 19. Jahrhunderts Teil der Sammlung des Hamburger Kaufmanns Eduard L. Behrens, dessen Sohn das Werk geerbt hatte. Er musste nach der Haft im KZ Sachsenhausen 1939 aus Deutschland fliehen. Das Böcklin-Gemälde, das in Vorkriegszeiten bereits in der Berliner Nationalgalerie und der Hamburger Kunsthalle gehangen hatte, war von den Nazis über Vermittler für die Sammlung des geplanten «Führermuseums» in Linz erworben worden.
Vor wenigen Jahren hatte die Bundesrepublik das Gemälde an die rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben, die es nun zu «einem angemessenen Preis» wieder abgegeben hätten. Jetzt bereichere es die Düsseldorfer Sammlung, die im Zusammenhang mit dem Kriegsgeschehen - offenbar als «Beutekunst» - selbst zwei Böcklin-Bilder verloren hatte.
Böcklin malte diese Variante der «Diana» während seines ersten Aufenthaltes in Florenz ab 1874. Die spärlich bekleidete Göttin der Jagd wird im Schlaf von zwei Faunen beobachtet. «In einer von der farbenprächtigen Malerei der Frührenaissance beeinflussten Komposition zeigt das Werk den Maler am Durchbruch zu seiner künstlerischen Reife», kommentiert das Museum in Düsseldorf, wo der Maler ab 1845 an der Akademie bei Johann Wilhelm Schirmer studiert hatte.
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