| Museum Marta präsentiert die Architektur Richard Neutras |
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| Freitag, 07. Mai 2010 um 06:49 Uhr | ||
Herford (dpa/lnw) Mit seinen epochemachenden Villen in den USA erlangte der österreichische Architekt Richard Neutra (1892-1970) internationale Berühmtheit. In seinem letzten Lebensjahrzehnt kehrte er, der zu den bedeutendsten Architekten des 20. Jahrhunderts gehört, wieder nach Europa zurück. In der Ausstellung «Richard Neutra in Europa» präsentiert das Herforder Museum Marta vom 8. Mai bis zum 1. August erstmals die Bauten, die Neutra seit 1960 in Deutschland, Frankreich und der Schweiz realisiert hat, sowie Projekte, die nicht umgesetzt wurden.
Die Architektur Richard Neutras, der in Wien bei Adolf Loos studiert und in den USA kurzzeitig mit Frank Lloyd Wright zusammengearbeitet hat, steht in enger Verbindung zur Natur. «Die Grenzen zwischen Innen- und Außenräumen scheinen zu verschwinden. Mitten in Neutras Häusern hat man das Gefühl, in der Natur zu leben», sagte Marta-Leiter Roland Nachtigäller am Donnerstag.
Acht Flachdachvillen mit großen Glasfronten hat Neutra seit 1960 in Europa entworfen, darunter auch das Haus des «Zeit»-Verlegers Gerd Bucerius oberhalb des Lago Maggiore bei Locarno. Auch zwei Siedlungen in Quickborn und Walldorf beruhen auf seinen Plänen. Nicht realisiert wurde unter anderem sein Entwurf für das Schauspielhaus Düsseldorf.
Die Ausstellung zeigt Originalentwürfe, Skizzen, Baupläne, Modelle und Fotografien. Briefe zeugen von der engen, persönlichen Beziehung des Architekten zu den Bauherren. «Neutra wollte so viel wie möglich von seinen Auftraggebern erfahren, um die Gebäude individuell nach ihren Wünschen auszurichten», sagte Nachtigäller. Parallel zur Neutra-Ausstellung sind im Marta Aufnahmen des Fotografen Julius Shulman zu sehen, der die Bauten Neutras und anderer Protagonisten der amerikanischen Architekturmoderne begleitet hat.
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