| Weniger Besucher in Dresdner Kunstsammlungen 2009 |
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| Samstag, 08. Mai 2010 um 06:27 Uhr | ||
Dresden (dpa) - Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden haben 2009 einen Besucherrückgang von elf Prozent verzeichnet. Mit insgesamt 1,75 Millionen kamen rund 200 000 Gäste weniger in die zwölf Museen als im Jahr zuvor, sagte der kaufmännische Direktor Dirk Burghardt am Freitag der Nachrichtenagentur dpa. Die Bilanz wurde beeinträchtigt durch die Tourismusflaute und baulich bedingte Schließungen von Museen wie Albertinum und Mathematisch-Physikalischem Salon und Teilschließungen in der Porzellansammlung. Dank höherer Ticketpreise konnte der Besucherrückgang aber ausgeglichen werden. Die Einnahmen von Dauer- und Sonderausstellungen erreichten rund 10,4 Millionen Euro und lagen damit höher als 2008.
Anziehungspunkte waren auch 2009 das Historische Grüne Gewölbe und die Gemäldegalerie Alte Meister. Die barocke Schatzkammersammlung sei über das ganze Jahr gesehen zu 100 Prozent ausgelastet gewesen, wobei sich die Situation im dritten Jahr nach der Eröffnung normalisiert habe und die Tickets nicht mehr Monate im Voraus ausverkauft seien. Die Alten Meister in der Sempergalerie zogen rund 480 000 Gäste an, laut Burghardt 60 000 weniger als im «Superjahr 2008».
Beim Neuen Grünen Gewölbe, dem modernen Teil der Schatzkammer sächsischer Kurfürsten und Könige, zeichne sich nun der zur Eröffnung des historischen Teils 2006 erwartete Rückgang ab. Hier kamen 360 000 und damit 40 000 Besucher weniger. Dagegen konnte das Kupferstich- Kabinett um 10 000 auf 50 000 Besucher zulegen. Die teilweise geschlossene Porzellansammlung im Zwinger hatte mit 95 000 Besuchern 45 000 weniger, während sich im Kunstgewerbemuseum im Schloss Pillnitz - das nur im Sommer geöffnet ist - wie seit Jahren konstant 30 000 Menschen umsahen.
Burghardt verwies auf einen Besucherrückgang von acht Prozent in den deutschen Museen insgesamt. «Nach Eröffnung der Türckischen Cammer und der Jubiläumsausstellung gehen wir von einer Steigerung 2010 aus.» Mit Wiedereröffnung des Albertinums könnten sogar die zwei Millionen wieder erreicht werden. Mehr sei ohne ein Plus bei den Touristenzahlen - derzeit kommen jährlich 9,8 Millionen nach Dresden - kaum drin. Dazu müsse aber die Erreichbarkeit der Elbestadt mit Flugzeug und Bahn verbessert werden.
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