| Chagall-Ausstellung in Rotenburg |
|
|
|
| Samstag, 08. Mai 2010 um 06:27 Uhr | ||
Rotenburg (dpa/lhe) Nach einem erfolgreichen Start mit einer Ausstellung über das Werk von Salvador Dalí mit 9000 Besuchern und einer Ausstellung von Karikaturen von Horst Haitzinger wartet das Museum für zeitgenössische Kunst, Kultur und Karikatur (Muzkkka) in Rotenburg an der Fulda jetzt mit einer Ausstellung über Marc Chagall auf. Das Muzkkka ist erst im vergangenen Jahr eröffnet worden. Unter dem Titel «Bibel und Schöpfung» werden von diesem Samstag (8. Mai) an 172 Farblithographien der 50er, 60er und 70er Jahre gezeigt, die zum Teil aus Privatbesitz stammen und noch nie in der Öffentlichkeit präsentiert worden sind.
«Mystik und Religion haben in meiner Kindheit eine große Rolle gespielt und haben Spuren hinterlassen, wie alles, was zu dieser Welt gehört» dieses Zitat von Marc Chagall (1887-1985) erklärt, warum sich der Maler sehr intensiv mit Bibelthemen auseinandergesetzt hat. Professor Dr. Walther Keim, der das Museum im ehemaligen Katasteramt in Rotenburg ins Leben gerufen hat, sorgt dafür, dass die früher grauen Büroräume mit ihrer neuen farbenfrohen Gestaltung die Zielrichtung der jeweiligen Kunstwerke widerspiegeln. Ein Raum mit sonnengelb gestrichenen Wänden hat jetzt einen Fußboden aus Sand. Das erinnert an eine Landschaft in Israel, Schauplatz des Alten Testaments. Dort hängen Chagall-Abbildungen der Propheten. Ein weißgetünchter Raum, den der Besucher mit «Unschuld» assoziiert, beherbergt Lithographien, die die Schöpfung und das Paradies thematisieren.
Andere Räume zeigen aber auch bunte Zirkusbilder mit einer Jongleurin, Akrobaten und einem blumengeschmückten Clown. Zum spielerischen Selbstgestalten laden sechs überdimensionale Würfel ein, die richtig nebeneinandergelegt Bilder von Chagall ergeben. Geplant sind Malworkshops für Kinder am 22./23. Mai, 19./20. Juni, 17./18. Juli, 21./22. August jeweils von 15.00-17.00 Uhr. Führungen gibt es an jedem Sonntag um 11.00 Uhr. Die Chagall-Ausstellung ist noch bis zum 29. August zu sehen.
|
























































