| Kunstsammlungen veröffentlichen historische Inventare |
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| Dienstag, 02. November 2010 um 06:57 Uhr | ||
Dresden (dpa/sn) - Im 450. Jahr ihres Bestehens legen die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in vier Bänden die kurfürstlich- sächsischen Kunstkammerinventare vor. Die Edition dokumentiere die Sammeltätigkeit sächsischer Kurfürsten über etwa 350 Jahre, teilten die Museen in Dresden mit. Die Inventare von 1587, 1619, 1640 und 1741 bildeten eine einzigartige Grundlage, um Rückschlüsse auf Sammlungsgeschichte und höfischen Kulturaustausch zu ziehen. Sie böten Informationen zu den Objekten, deren Erwerbung und beteiligten Künstlern. 2011 soll ein Essayband folgen und mit einer Chronologie der Kunstkammer die Edition vervollständigen.
Die 1560 von Kurfürst August gegründete Kunstkammer war eine der ältesten ihrer Art und wurde von seinen Nachfolgern gepflegt und kenntnisreich erweitert. Das Inventar von 1587 stelle zugleich als erstes europäisches Kunstkammerinventar die Inkunabel dieser Gattung dar, hieß es. Aus der Kunstkammer gingen die zwölf Museen hervor, deren Schätze jährlich rund zwei Millionen Menschen besichtigen. Die Palette reicht von Gemälden und Skulpturen über Juwelen, Möbel und Porzellan bis zu Rüstungen und Ethnografica. Neben dem Pariser Louvre, dem Metropolitan Museum New York und der Ermitage in St. Petersburg zählen sie zu den bedeutendsten Museen der Welt.
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