| «Kibum» entführt ins Reich der Mitte |
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| Sonntag, 07. November 2010 um 08:25 Uhr | ||
Oldenburg (dpa/lni) - Auf eine literarische Reise durchs Reich der Mitte nimmt die Kinder- und Jugendbuchmesse «Kibum» ihre Besucher in diesem Jahr. Chinas Literatur steht seit Samstag in Oldenburg im Fokus. Mit einer inszenierten Lesung der Autorin Yaxin Yang startete die elftägige Bücherschau am Nachmittag.
Namenhafte Schriftsteller und junge Literaten aus der Volksrepublik und Taiwan werden dort aus ihren Werken lesen. Die Bandbreite der Themen reicht von der Kulturrevolution bis zur Lebenswirklichkeit chinesischer Kinder heute. Zahlreiche Ausstellungen, Aufführungen und Diskussionsrunden geben zudem Einblicke in Chinas Kultur, Traditionen und Gesellschaft.
«Wir versuchen, ein authentisches und kritisches Bild zu vermitteln, indem wir die Autoren zu Wort kommen lassen», sagte Heike Janssen von den Organisatoren. «Wir wollen aber auch den Alltag zeigen.» Anschaulich stellt diesen die Fotoausstellung «China girl, China boy - Chinas Kinder im Fokus» dar.
Was chinesische Jugendliche bewegt und was sie fühlen, können Besucher den farbenfrohen Zeichnungen des gefeierten Comic-Künstlers Benjamin entnehmen. Eine Schau präsentiert zahlreiche seiner Werke, die sich mit Liebe, Lebenslust oder Ich-Suche beschäftigen.
Beraten hat die Veranstalter in diesem Jahr der in Deutschland lebende Exilautor und Journalist ShiMing, der auf der Messe zahlreiche Veranstaltungen moderiert und übersetzt. Sein preisgekrönter Dokumentarfilm «Tiananmen» über das Massaker auf dem Platz des himmlischen Friedens 1989 ist ebenfalls zu sehen.
Die «Kibum» ist nach Angaben der Veranstalter die größte nichtkommerzielle Messe für Kinder- und Jugendliteratur in Deutschland. Bis zum 16. November erwarten sie rund 35 000 Besucher. Knapp 3000 Neuerscheinungen sind ausgestellt.
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