| Künstler und Autoren protestieren gegen Zensur |
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| Montag, 08. November 2010 um 06:33 Uhr | ||
Berlin (dpa/bb) - Künstler und Autoren machen auch politisch mobil für die Freiheit der Kunst. Das betonte der Präsident der Akademie der Künste, Klaus Staeck, bei der Herbst-Mitgliederversammlung am Wochenende in Berlin. Die Institution ermutige die Bundesregierung beispielsweise dazu, trotz der Drohungen seitens der chinesischen Regierung einen Vertreter zur Verleihung des Friedensnobelpreises an den Dissidenten Liu Xiaobo zu entsenden, hieß es. Auch protestiere die Akademie dagegen, dass der chinesische Konzeptkünstler Ai Weiwei kurzfristig unter Hausarrest gestellt wurde. Im März dieses Jahres hatte er an einem Akademie-Gespräch in Berlin teilgenommen.
Zum Auftakt der zweitägigen Mitgliederversammlung hatte am Freitag der Moskauer Kunsthistoriker Andrej Jerofejew über Zensur und Freiheit in Russland gesprochen. Jerofejew war wegen einer Ausstellung über zensierte Kunst gemeinsam mit dem Kurator Juri Samodurow angeklagt worden. Ein Moskauer Gericht hatte beide im Sommer dieses Jahres zu hohen Geldstrafen verurteilt. Dagegen habe die Akademie der Künste wiederholt protestiert.
An der Tagung nahmen unter anderem die Autoren Volker Braun, Péter Esterházy und Uwe Timm teil. Auch die Schauspieler Ulrich Matthes, Gisela May und Cornelia Froboess waren da. Von den im Frühjahr neu aufgenommenen Mitgliedern war beispielsweise der Schriftsteller Ulrich Peltzer anwesend. Der Akademie hat aktuell 398 Mitglieder in ihren sechs Sektionen Literatur, Bildende Kunst, Darstellende Kunst, Baukunst, Musik sowie Film- und Medienkunst.
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