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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Kunst & Kultur

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Herbst und Striebeck auf Zeitreise in Antike PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 09. November 2010 um 08:17 Uhr

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Christoph Maria Herbst und Peter Striebeck sprechen die Hauptrollen in einer Multimedia-Schau im Rheinischen Landesmuseum in Trier. Darin gehen sie auf Zeitreise in die Antike. Jetzt haben sie sich das Spektakel zum ersten Mal angeschaut.

 

Trier (dpa/lrs) - Jeden Tag reisen Christoph Maria Herbst und Peter Striebeck dreimal ins römische Trier. Als römischer Götterbote Merkur der eine, als Kaufmann Gaius Albinius Asper der andere. Bereits 350 Mal haben die Schauspieler im Rheinischen Landesmuseum in Trier den Figuren in der Multimedia-Schau «Im Reich der Schatten» ihre Stimme geliehen. Am Montag erlebten sie das Spektakel an den fast 2000 Jahre alten Grabdenkmälern erstmals mit. «Das war toll», sagten beide unisono nach der rund 45-minütigen Aufführung. Seit Ende Juni hat der Inszenierungsmix aus Kino, Theater, Trickfilm und Hörspiel bereits mehr als 8000 Besucher angezogen.

 

«Das war ein Herzensprojekt für mich», sagte Herbst (44). Als «Altsprachler», der Latein und Griechisch gelernt habe, «schließt sich für mich auf unterhaltsame Weise der Kreis.» Für ihn sei die «Bandbreite» im Beruf wichtig. «Ich habe vor nichts mehr Angst, als dass ich mich vor mir selbst langweile», sagte er. Da seien seine Fernsehrollen einmal als Stromberg und dann als Kommissar Kreutzer die eine Abwechslung, der Götterbote Merkur die andere. Und ein Buch («Ein Traum von einem Schiff») habe er gerade auch noch geschrieben. «Das Buch war vielleicht der künstlerischste Beitrag überhaupt», sagte er. Das Trierer Projekt sei «ein glitzernder Baustein» seiner Karriere gewesen.

 

Auch für Striebeck (72) war es ein Ausflug in eine andere Welt. «Römische Geschichte interessiert mich», sagte er. Diese Schau sei aber «eine Herausforderung, ein Experiment für alle» gewesen. «Wir haben es geschafft, Geschichte erlebbar zu machen», sagte der Direktor des Museums, Eckart Köhne. Besonders gut komme an, wenn die Steine bunt würden und die Figuren sich bewegten. «Wenn über Weinpansch-Rezepte gesprochen oder in der Schule diskutiert wird - dann sind das Momente, wo beim Besucher der Hintergrund hinter den Reliefs spürbar wird».

 

Die Schau, die die Monumente der «Neumagener Gräberstraße» in einem rund 600 Quadratmeter großen Saal be- und umspielt, sei in dieser Form einzigartig, sagte die Abteilungsleiterin Kultur im Mainzer Kulturministerium, Heidi Schumacher. Das Spektakel, das rund eine Million Euro gekostet hat und auf Dauer läuft, werde «auf absehbare Zeit» weit und breit das Einzige bleiben.

 

Wie das Landesmuseum auf das Schauspieler-Duo kam? «Herbst passte einfach gut zur Rolle des Gottes Merkurs: Hektisch, unberechenbar und mit der Gabe, andere Menschen zu manipulieren.» So wie es Herbst auch als «Stromberg» verkörpere. Und Striebeck kam dann mit ins Boot, da Herbsts Agentur ihn vorschlug. «Die zwei wollten mal ein Projekt zusammen machen», sagte Köhne. Ein perfektes Gespann auf Zeitreise ins römische Trier. Übrigens nachdem Schauspieler Mario Adorf für die Rolle des Aspers nach erster Zusage wieder abgesagt hatte.

 

 

http.//www.im-reich-der-schatten.de

http://www.christophmaria-herbst.de

 



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