| Prozess um gestohlenes Caravaggio-Gemälde |
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| Dienstag, 09. November 2010 um 08:17 Uhr | ||
Berlin (dpa/bb) - In einer spektakulären Aktion hatte die Eliteeinheit GSG 9 Ende Juni in Berlin ein mutmaßliches Werk des italienischen Malers Caravaggio (1571-1610) sichergestellt. Das Gemälde «Die Festnahme Christi», auch bekannt als «Der Judaskuss», soll von einer internationalen Kunstbande in Odessa geraubt worden sein. Heute (Dienstag/930) beginnt vor dem Berliner Landgericht der Prozess gegen ein mutmaßliches Bandenmitglied.
Dem 35-Jährigen wird Hehlerei vorgeworfen. Komplizen sollen das Werk zum Verkauf nach Berlin geschmuggelt haben. Der Angeklagte soll Kontakte hergestellt und eine Wohnung zur Lagerung des Gemäldes zur Verfügung gestellt haben. Berlins Justizsenatorin Gisela von der Aue (SPD) hatte das 2008 in Odessa am Schwarzen Meer gestohlene Gemälde an den ukrainischen Innenminister zurückgegeben.
Das Bild wird allerdings nur teilweise für einen echten Caravaggio (1571-1610) gehalten. Im Allgemeinen gilt es als frühe und wichtige Nachahmung des Originalwerks, die aber auch sehr kostbar ist.
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