| «Der weiße Neger Wumbaba» in Caricatura Kassel |
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| Dienstag, 09. November 2010 um 08:17 Uhr | ||
Kassel (dpa/lhe) - Dem «weißen Neger Wumbaba» und anderen eigentümlichen Gestalten widmet sich eine neue Ausstellung der Caricatura in Kassel. Von Samstag (13.11.) an verwandelt sich die Galerie für Komische Kunst in ein Kabinett der Seltsamkeiten, teilte die Caricatura mit. Die Schau von Zeichner Michael Sowa und Texter Axel Hacke mit dem Titel «Der weiße Neger Wumbaba» beschäftigt sich mit dem Thema «Missverstandene Liedtexte». Auch «Der weiße Neger Wumbaba» geht auf ein solches zurück: Im Abendlied von Matthias Claudius (1740-1815) heißt es: «Der Wald steht schwarz und schweiget / und aus den Wiesen steiget / der weiße Nebel wunderbar.» Der letzte Vers wurde allerdings zumindest von Autor Hacke als «Der weiße Neger Wumbaba» missverstanden. Aus dem Werk der beiden Künstler sind auch der «Erdbeerschorsch» (Erzbischof) oder die «Brusttätowierten» (Prostituierten) zu sehen.
Sowa malt vor allem Tiere und im besonderen Schweine, zum Beispiel eine fliegende «Autobahnsau» oder «Zugschweine», die sich auf Telegrafendrähten sammeln. Der Reiz der Bilder liege in der Verbindung von altmeisterlicher Maltechnik und komischem Inhalt, hieß es beim Museum weiter. Die Ausstellung läuft bis zum 23. Januar 2011.
«Der weiße Neger Wumbaba» ist als «kleines Handbuch des Verhörens» auch ein Bestseller mit mehr als einer Million verkauften Buchexemplaren. Dem Werk folgten mittlerweile zwei Fortsetzungen.
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