| Akademie erwirbt Nachlass von Erwin Blumenfeld |
|
|
|
| Mittwoch, 10. November 2010 um 07:56 Uhr | ||
Berlin (dpa/bb) - Die Berliner Akademie der Künste zeigt erstmals den Nachlass des Fotografen Erwin Blumenfeld. Mit dem Archiv von Blumenfeld (1897-1969) sei das vermutlich letzte Schriftgutarchiv des Kreises der Berliner Dadaisten erworben worden, das sich noch in privater Hand befand, teilte die Akademie am Dienstag mit. Am kommenden Donnerstag (11.11.) wird die Neuerwerbung am Pariser Platz vorgestellt.
Damit werde der Sammelschwerpunkt «Dada Berlin» ideal ergänzt, heißt es in einer Mitteilung der Akademie. Seit der Einrichtung und Ergänzung der Archive von John Heartfield und George Grosz galt das Sammelgebiet als weitestgehend abgeschlossen. Doch nach erfolgreichen Verhandlungen habe die Akademie im vergangenen Jahr den Nachlass vom Sohn des Künstlers, Yorick Blumenfeld, aus England übernehmen können.
Kern der neuen Sammlung ist der umfangreiche Briefwechsel zwischen Erwin Blumenfeld und seiner späteren Ehefrau Lena Citroen aus den Jahren zwischen 1916 und 1933 sowie das von der Veröffentlichung abweichende Original-Typoskript seiner posthum erschienenen Autobiografie «Einbildungsroman».
In seinen etwa 250 Karten und Briefen eröffnet Blumenfeld der Cousine des deutsch-holländischen Künstlers Paul Citroen unter anderem seine literarischen Interessen, berichtet von Berliner Theaterbesuchen sowie von Ausstellungen in Herwarth Waldens Sturm- Galerie und Zusammenkünften im Café des Westens.
Blumenfelds «Privatchronik» schildert auch ausführlich seine Familienverhältnisse, die durch die Traumata des Ersten Weltkrieges geprägt waren. In seinen Briefen erzählt er von seinen Begegnungen mit der künstlerischen Avantgarde um George Grosz, Salomo Friedlaender, John Heartfield, Wieland Herzfelde und Walter Mehring.
|
























































