| Jüdisches Museum in Speyer eröffnet |
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| Mittwoch, 10. November 2010 um 07:56 Uhr | ||
Speyer (dpa) - Das neue Jüdische Museum in Speyer ist am Dienstag feierlich eröffnet worden. Genau 72 Jahre nach der Reichspogromnacht, bei der am 9. November 1938 auf Befehl der Nazis zahlreiche jüdische Einrichtungen in Deutschland zerstört worden waren, wurde die Dauerausstellung im sogenannten Judenhof der Öffentlichkeit präsentiert. Das Museum ergänzt ein komplett erhaltenes jüdisches Ritualbad (Mikwe) und die Überreste der ehemaligen Synagoge auf dem Areal, die bereits bisher einen Einblick in die jüdische Geschichte Speyers gaben.
Zu sehen sind in dem Museum unter anderem Grabsteine aus dem 14. Jahrhundert, die vom früheren jüdischen Friedhof in Speyer stammen, und ein Rundbogenfragment aus dem 12. Jahrhundert. In der Schau werden vor allem Dauerleihgaben aus der Judaica-Sammlung des Historischen Museums der Pfalz präsentiert. Der Judenhof war im Mittelalter das Zentrum jüdischen Lebens in Speyer. Neben Worms und Mainz war die Stadt damals eine Hochburg jüdischen Lebens in Westeuropa.
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