| Großbritannien: Auch Shakespeare muss sparen Von Britta Gürke, dpa |
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| Mittwoch, 10. November 2010 um 07:56 Uhr | ||
London (dpa) - Diesmal treffen die Spaßmaßnahmen tatsächlich fast alle, und deshalb ist der Aufschrei in der Kulturwelt vielleicht auch nicht ganz so laut, wie man erwarten könnte. Der britische Staat will und muss in den nächsten vier bis fünf Jahren umgerechnet rund 90 Milliarden Euro sparen. Die Folge: Der Kulturhaushalt wird in den kommenden Jahren um rund 15 Prozent eingestampft.
Betroffen sein werden vor allem viele halbstaatliche Organisationen, die sich bisher etwa um Bildungsprogramme oder um die Verbindung zwischen Kultur und Wirtschaft kümmerten. Unter anderem muss die Filmförderungs-Organisation UK Film Council dran glauben. Auch weitere große Namen werden nicht verschont: Das Londoner Royal Opera House muss einem Bericht der «Financial Times» zufolge 1,95 Millionen Pfund (2,2 Mio Euro) sparen, die Royal Shakespeare Company 1,1 Millionen Pfund.
Museen befürchten schon, dass sie möglicherweise einige ihrer Kunstschätze verkaufen müssen, um sich weiter finanzieren zu können. In jedem Fall wird bei den Bildungsprogrammen und Sonderausstellungen gekürzt werden, kündigten einige Häuser an. Gespart werden muss auch wegen der Olympischen Spiele 2012 in London, denn unter dem Dach des Kulturministeriums ist auch der Sport angesiedelt.
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