| Italien: Kulturschaffende auf den Barrikaden Von Katie Kahle, dpa |
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| Mittwoch, 10. November 2010 um 07:56 Uhr | ||
Rom (dpa) - In Italien befinden sich die Kulturschaffenden schon seit längerem auf den Barrikaden. Filmregisseure und -schauspieler, die kürzlich spektakulär für Stunden den Roten Teppich beim römischen Filmfestival blockierten, nannten den Kulturhaushalt «noch nie so arm wie heute». Museen und Denkmalpflege sind ebenfalls betroffen. So sucht etwa die Stadt Rom im In- und Ausland nach privaten Sponsoren: Man braucht Geld für die Restaurierung des Kolosseums.
Besonders schlecht steht es jedoch um die Oper, die traditionell mit fast 50 Prozent den Großteil des Kulturhaushalts für sich in Anspruch nimmt. Man wolle «den Kulturmachern nur helfen, die Oper zu revolutionieren», rechtfertigte Kultusminister Sandro Bondi im Sommer die Kürzungen der Gelder für Musiktheater. Er will die Eigeninitiative der Opernhäuser fördern.
Doch vielen Häusern - etwa dem «Teatro Carlo Felice» in Genua - droht damit das Aus. Wie auch die Arena von Verona und das Theater «San Carlo» in Neapel musste das Theater unter Aufsicht eines Sonderverwalters gestellt werden. Angesichts der Proteste in Rom versprach die Regierung, den gekürzten Kulturhaushalt im kommenden Jahr wieder von derzeit 262 auf 400 Millionen Euro aufzustocken. Doch ähnliche Versprechungen gab es auch schon im Vorjahr.
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