| Horst-Janssen-Museum feiert zehn Jahre und will wachsen |
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| Freitag, 12. November 2010 um 07:07 Uhr | ||
Oldenburg (dpa/lni) - Das Horst-Janssen-Museum in Oldenburg zählt inzwischen zu den Spitzenhäusern der niedersächsischen Museen. Das am 13. November 2000 eröffnete Haus habe sich als Grafikmuseum etabliert und sei das «Flaggschiff für Oldenburg», sagte Museumsdirektor Friedrich Scheele am Donnerstag. Rund 500 000 Besucher sind in den vergangenen zehn Jahren gekommen, 37 Ausstellungen wurden präsentiert. Das sei eine erfolgreiche Leistungsbilanz, sagte Scheele. Um weiter in der «Bundesliga» mitspielen zu können, «müssen wir wachsen». «Doch wir stoßen an unsere Grenzen, wir brauchen Räume». Deshalb würden Möglichkeiten einer räumlichen Erweiterung geprüft. «Da sind wir nach allen Seiten offen.»
Das Haus ist ganz der grafischen Kunst gewidmet. Einerseits werde das Gesamtwerk Janssen mit seinen verschiedenen Techniken beleuchtet, zum anderen aber werden auch Dialoge gezeigt, mit welchen Künstlern sich Janssen in seinen Werken beschäftigt hat, sagte die wissenschaftliche Leiterin des Hauses, Jutta Moster-Hoos. Daneben könne das Museum mit dem Horst-Janssen-Grafikpreis auch eine Brücke zur Gegenwart schlagen. Der mit 20 000 Euro dotierte Grafikpreis werde im Drei-Jahres-Abstand an junge Künstler vergeben, «die wir dann hier mit ihren Werken zeigen». Moster-Hoos: «So bleiben wir in Tuchfühlung mit den ganz aktuellen Entwicklungen.» Die von der Claus Hüppe-Stiftung vergebene Auszeichnung wird 2011 zum vierten Mal vergeben.
Die erfolgreiche Ausstellung seit Öffnung war «Janssen und die Frauen» im Jahr 2002 mit 25 000 Besuchern. Noch in diesem Jahr widmet sich eine Ausstellung dem im Juni im Alter von 69 Jahren gestorbenen Maler, Sigmar Polke. Er gilt als einer der bedeutendsten Künstler der Gegenwart. Eröffnet wird sie am 12. Dezember. Mit dem Namensgeber des Hauses wird sich das Museum in der Ausstellung «Janssen und die Romantiker» vom 27. März bis zum 26. Juni 2011 befassen.
Zum Festakt am (morgigen) Freitagabend sind 230 Gäste geladen, dazu zählt die Familie des vor 15 Jahren gestorbenen Zeichners und Grafiker Horst Janssen. Und auch Niedersachsens Kultusministerin Johanna Wanka (CDU) habe ihr Kommen zugesagt, sagte Scheele. Es wird ihr erster Besuch in dem Museum sein. Am Jubiläumstag (Samstag) werden den Besuchern kostenlose Führungen geboten, eine davon speziell für Kinder.
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