| OB bleibt bei Entmachtung von Kulturbürgermeister |
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| Montag, 15. November 2010 um 06:41 Uhr | ||
Leipzig (dpa/sn) - Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) bleibt bei seiner Entscheidung, dem Kulturdezernenten Michael Faber (parteilos) die Kompetenzen zu stutzen. Daran habe auch ein Vier- Augen-Gespräch am Vortag nichts geändert, sagte Jung am Freitag. Faber wolle bis auf weiteres für sein Amt zur Verfügung stehen. Jung hatte nach Auseinandersetzungen über die geplante Kürzung der Kulturraumförderung seinem Kulturbürgermeister am Montag die Zuständigkeit für mehrere städtische Eigenbetriebe, darunter das Gewandhaus und die Oper, entzogen und zur Chefsache gemacht.
«Wir sind uns einig, dass wir das jetzt so leben», sagte Jung. Seine Entscheidung sei das Ergebnis, das Ende einer Entwicklung. Der OB räumte auch eigene Fehler ein. Als er sich für Faber als Kulturdezernenten ausgesprochen habe, habe er offenbar unterschätzt, dass Verwaltungserfahrung und strategische Führungserfahrung fehlten. Faber war von der Linken im Leipziger Stadtrat aufgestellt worden. Er selbst könne kein Abwahlverfahren einleiten, sagte Jung. Das müsse aus der Mitte des Stadtrates kommen. Die CDU hatte Jung aufgefordert, selbst aktiv zu werden.
Faber hatte in einer Stellungnahme betont, er könne die gegen ihn erhobenen Vorwürfe nicht akzeptieren. Deshalb komme ein Rücktritt keinesfalls in Frage. Er werde jetzt unmittelbar die Fraktionen des Stadtrates um ein Gespräch bitten, um auf die Vorwürfe und Irritationen, die es um seine Person gegeben habe, zu reagieren.
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