| Weltgrößte Ausstellung mit Meissener Porzellan |
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| Montag, 15. November 2010 um 06:41 Uhr | ||
Stuttgart (dpa/lsw) So viel Meissener Porzellan in einer Ausstellung hat es wohl noch nicht gegeben: Das «Haus der Kunst» in Remshalden (Rems-Murr-Kreis) präsentiert von diesem Wochenende an in einer Sonderausstellung 2500 wertvolle Exponate aus Porzellan. Herzstück der nach Angaben des Veranstalters weltgrößten Ausstellung von Meissener Porzellan ist eine rare Jugendstilsammlung. Die 115 Stücke, die zwischen 1900 bis 1930 entstanden, wurden zuletzt in der Eremitage in St. Petersburg gezeigt.
Eine Miniatur zieht dabei besonders die Blicke auf sich: Die 143 Teile des kleinsten Meissener-Porzellan-Service der Welt stehen auf wenigen Zentimetern dicht beieinander, passen in eine Streichholzschachtel und wiegen nur wenige Gramm. Eindrucksvolle Erzeugnisse aus der Porzellanproduktion sind aber auch die rund 500 wertvollen Tassen mit gemalten Landschaften und Porträts sowie etwa hundert Gemäldeteller. In Sammlerkreisen werden diese Einzelstücke auf mehrere tausend Euro dotiert.
Die Ausstellungsstücke wurden aus dem Besitz des Porzellansammlers Kurt Krockenberger und von Leihgaben internationaler Sammler anlässlich des Jubiläums von 300 Jahre Meissener Porzellan zusammengetragen. Die Stadt Meißen (Sachsen) beansprucht, im Jahr 1710 als erster europäischer Ort Hartporzellan in Massenproduktion hergestellt zu haben. Die Versicherungssumme aller Exponate in Remshalden beträgt etwa 50 Millionen Euro. Das «Haus der Kunst» erwartet, dass zur Ausstellung rund 50 000 Besucher kommen.
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