| Syberberg-Installation im Filmmuseum |
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| Montag, 15. November 2010 um 06:41 Uhr | ||
Berlin (dpa/bb) - Im Filmmuseum am Potsdamer Platz in Berlin ist seit Samstag eine Kabinettsausstellung über den Filmregisseur Hans Jürgen Syberberg zu sehen, der am 8. Dezember 75 Jahre alt wird. Das Museum spricht von einer Installation mit dem Titel «Das Nossendorf- Projekt». Nossendorf in Vorpommern ist Syberbergs Geburtsort. Vor einigen Jahren kehrte er dorthin zurück und kaufte das elterliche Anwesen, um es aufwendig zu restaurieren. Die noch andauernden Arbeiten können fortlaufend im Internet auf seiner Homepage verfolgt werden (www.syberberg.de). Der Filmemacher setzt sich auch für die Restaurierung der Dorfkirche ein.
Kernstück der Berliner Ausstellung (bis 8. Dezember) sind Filmausschnitte mit den Nossendorf-Passagen aus Syberbergs Filmen «Die Nacht» (1985) und «Ein Traum, was sonst?» (1994) mit den Monologen der Schauspielerin Edith Clever. «Das ist auch eine Art Rückkehr, weil die Filme ja größtenteils hier gedreht wurden», sagte Syberberg in Berlin. Er lebt in Nossendorf und in München.
Das Zeughaus-Kino zeigt aus Anlass des 75. Geburtstages des Regisseurs vom 30. November bis 22. Dezember eine Retrospektive mit den bekanntesten Filmen Syberbergs. Dazu gehören neben der «Nacht» und «Ein Traum» das mehrteilige Deutschland-Projekt «Hitler. Ein Film aus Deutschland», «Ludwig - Requiem für einen jungfräulichen König», und «Karl May» sowie der Opernfilm «Parsifal». Das Zeughaus- Kino nennt Syberberg in einem Begleittext einen «radikalen Außenseiter» der bundesdeutschen Filmszene, «dessen Filme von der Kritik im günstigsten Fall ratlos besprochen, meist jedoch polemisch verdammt wurden». Im Ausland fand Syberbergs Werk jedoch große Anerkennung.
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