| Museum präsentiert mythische Werke von Markus Lüpertz |
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| Mittwoch, 17. November 2010 um 06:50 Uhr | ||
Als «Malerfürst» ist er weithin bekannt: Markus Lüpertz. Jetzt stellt der ebenso bewunderte wie umstrittene Künstler seine Mythen in Regensburg aus. Nächstes Jahr wird die Schau in der Geburtsstadt des Künstlers in Tschechien gezeigt.
Regensburg (dpa/lby) - Die mythischen Darstellungen von Markus Lüpertz aus dem vergangenen 30 Jahren werden in einer großen Ausstellung in Regensburg präsentiert. Die Schau «Mythos und Metamorphose» ist von diesem Freitag (19.11.) bis 13. Februar 2011 im Kunstforum Ostdeutsche Galerie zu sehen. Die Ausstellung umfasst etwa 130 Bilder und Skulpturen.
Die Werkschau soll im kommenden Frühjahr dann im nordböhmischen Liberec (Reichenberg) gezeigt werden, wo Lüpertz geboren wurde. Dies sei für ihn eine spannende Geschichte, sagte der 69 Jahre alte Künstler am Dienstag bei der Vorstellung der Ausstellung in Regensburg. «Es ist immer schön, dort auszustellen, wo man geboren ist.» In der tschechischen Stadt wird das Museum für europäische Kunst «Oblastni Galerie v Liberci» die Lüpertz-Kunst zeigen.
Die Schau besteht aus Zeichnungen, Gemälden sowie großen und kleinen Plastiken. Das Haupt-Exponat ist die dreieinhalb Meter hohe Skulptur «Daphne» von 2003. Das 800 Kilogramm schwere Werk bezieht sich auf die Legende um die nicht vollendete Liebe von Daphne und Apoll, an deren Ende sich die Frau in einen Lorbeerbaum verwandelt. «Sie ist eigentlich für mich die Siegerin, nicht das Opfer», sagte Lüpertz zu seiner Darstellung der Daphne.
Der ehemalige Rektor der Staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf zählt zu den bekanntesten zeitgenössischen deutschen Künstlern. Die Ausstellung ist für das Regensburger Museum, das auf Künstler aus den früheren deutschen Gebieten in Osteuropa spezialisiert ist, der Höhepunkt des Jahres. Lüpertz lobte die Möglichkeiten der Galerie, wo man mit den Räumen spielen könne. «Das Haus versucht, sich interessant zu machen», sagte er. «Da kann man sich einreihen.»
Lüpertz hatte vor 20 Jahren in Regensburg den renommierten Lovis Corinth Preis erhalten, im Jahr 1993 war dann eine große Ausstellung mit seinen Werken in dem Oberpfälzer Museum zu sehen. Lüpertz ist einer der anerkanntesten, aber auch umstrittensten Künstler der Republik. In Salzburg wurde eine Mozartskulptur von ihm lackiert und gefedert. Auch in Augsburg gab es Kontroversen um eine Aphrodite-Plastik für einen Brunnen im Stadtzentrum.
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