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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Kunst & Kultur

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Museum für Sächsische Volkskunst wie neu PDF Drucken E-Mail
Freitag, 19. November 2010 um 07:01 Uhr

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Dresden (dpa/sn) - Nach zehnmonatiger Schließung präsentiert sich das Museum für Sächsische Volkskunst in Dresden ab 27. November nicht nur renoviert. Die Dauerausstellung zu Geschichte und Traditionen der Sammlung auf zwei Etagen wurde modern aufbereitet, sagte Direktor Igor Jenzen am Donnerstag. «Unten Exploration, oben Exposition.» Im Erdgeschoss wird erklärt, was Volkskunst ist; im Obergeschoss sind die Schätze der Einrichtung zu sehen, die zu den Staatlichen Kunstsammlungen gehört.

 

Nach den Worten von Generaldirektor Martin Roth hat das Museum eine «grandiose Tradition und großes Potenzial für die Zukunft». Dessen Wiedereröffnung im 450. Jahr der Kunstsammlungen sei «ein wichtiger Meilenstein» im Bestreben, Bestände, Gebäude und Depots zu sichern und Grundlagen für die Zukunft zu schaffen. Sanierung und Modernisierung des Jägerhofs aus dem 17. Jahrhundert wurden mit rund 1,5 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung möglich. Dafür wurden die konservatorischen Bedingungen verbessert und mit dem Einbau eines Fahrstuhls Barrierefreiheit geschaffen.

 

Mit der entstaubten Präsentation habe sich die Attraktivität des Museums erhöht. «Wir wollen nicht nur die Geschichte zeigen, sondern auch, dass Volkskunst kein Hobby von einigen, sondern ein riesiges Geschäft, ein Markt, ein Bedürfnis ist», erklärte Jenzen. Sie habe ihre Wurzeln in der Kunstgewerbebewegung vor 1900. Zu sehen sind auch eine nach Fotos von Museumsgründer Oskar Seyffert eingerichtete Umgebindestube und ein mechanisches Figurentheater aus dem 19. Jahrhundert, dessen sieben im Halbkreis angeordnete Szenen die Leidensgeschichte Christi zeigen.

 

Mit der 2006 überarbeiteten Schau im Obergeschoss sollen künftig mehr junge Familien für das Museum interessiert werden. Ein eigener Kinderpfad lädt zum Anfassen, Ausprobieren und Spielen ein. «Und wir zeigen wilde Mitmach-Ausstellungen», versprach Jenzen. Eine weitere Abteilung ist der DDR-Volkskunst gewidmet. Die bei den Dresdnern beliebten Schauen zu Ostern und Weihnachten werden «mit Lust und Liebe» fortgesetzt, sagte Jenzen. Modernere Präsentationen sollen aber auch anderes Publikum ansprechen.

 

Das Museum wurde 1896 mit von einem Verein gesammelten Exponaten gegründet, seit 1913 befindet es sich im Jägerhof. Es beherbergt auch eine der weltweit größten Puppentheatersammlungen.

 



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