| Ausstellungsmacher Götz Adriani wird 70 |
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| Montag, 22. November 2010 um 07:24 Uhr | ||
Tübingen (dpa) - Nicht nur in Tübingen ist er fast schon eine Legende: Götz Adriani. An diesem Sonntag (21. November) wird der renommierte Ausstellungsmacher 70 Jahre alt. Beschäftigt ist er derzeit in eigener Sache. Denn im Herbst nächsten Jahres wird Adriani zum ersten Mal selbst Mittelpunkt einer Ausstellung sein: «Ich stelle für die Tübinger Kunsthalle eine Ausstellung über die "Ära Adriani" zusammen», sagte der Kunsthistoriker und langjährige Museumsleiter der Nachrichtenagentur dpa.
«Cézanne - Renoir - Picasso und Co. - Die Ära Adriani», heißt die Schau, die im September 2011 zum 40-jährigen Bestehen der Kunsthalle eröffnet wird. Sie wird im Frühjahr 2012 mit Künstlern wie Sigmar Polke, Andy Warhol und Joseph Beuys fortgesetzt, denen Adriani schon ein Forum bot, als sie noch fast niemand kannte. Die Kunsthalle will damit zeigen, wie Adriani dem Haus «seinen legendären Ruf» verschafft hat.
Schließlich war er es, der quasi aus dem Nichts die Tübinger Kunsthalle aufbaute und ihr in seinen 35 aktiven Jahren zu Weltruhm verhalf. 500 000 Menschen kamen in Spitzenjahren in die von ihm kuratierten Ausstellungen. Allein Adrianis Cézanne-Schau lockte 1993 rund 430 000 Kunstliebhaber aus aller Welt in die schwäbische Provinz.
Adriani brachte auch das Karlsruher Museum für Neue Kunst im ZKM auf die Beine und kuratierte ein halbes Dutzend publikumsträchtige Ausstellungen im Baden-Badener Museum Frieder Burda. Als Co-Kurator ist er dort auch wieder bei der Skulpturen- und Foto-Schau über die beiden amerikanischen Künstler Duane Hanson und Gregory Crewdson dabei, die vom 27. November an zu sehen ist.
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