| Lindenau-Museum plant Erweiterungsbau Von Andreas Hummel, dpa |
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| Montag, 22. November 2010 um 07:24 Uhr | ||
Das Altenburger Lindenau-Museum zählt zu den kulturellen Leuchttürmen in Ostdeutschland. Doch das Haus aus dem Jahr 1876 wird heute vielen Anforderungen eines modernen Museums nicht mehr gerecht. Abhilfe soll ein Erweiterungsbau schaffen.
Altenburg (dpa/th) - Das renommierte Altenburger Lindenau-Museum will sich mit Hilfe eines Anbaus vergrößern und besucherfreundlicher werden. Der repräsentative Bau von 1876, für den die Dresdner Gemäldegalerie Pate stand, werde vielen Anforderungen eines modernen Museums nicht mehr gerecht, erläuterte Direktorin Jutta Penndorf im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. So fehle ein Fahrstuhl, es würden weitere Depots gebraucht und auch Probleme bei Sicherheit und Brandschutz müssten behoben werden.
«Wir stehen erst am Anfang», erklärte Penndorf. Es sei schon eine Machbarkeitsstudie erarbeitet worden, wonach sich das Museum mit Hilfe eines Erweiterungsbaus zum Schlosspark hin öffnen könnte. Penndorf schätzt, dass dies zwischen 4,5 bis 6 Millionen Euro kosten würde - eine Summe, die der Kreis Altenburger Land als Träger allein nicht schultern könne. «Hier sind Land und Bund gefordert.»
Bekannt ist das Museum vor allem für seine Sammlung früher italienischer Malerei - eine der größten außerhalb Italiens. Es beherbergt zudem einen wertvollen Fundus an zeitgenössischer Kunst mit Gemälden von Conrad Felixmüller, Ferdinand Dorsch, Carl Bantzer, Otto Dix und Hans Grundig. Zu den Schätzen zählt auch die nach eigenen Angaben mit 560 Werken weltweit größte Sammlung von Arbeiten des Malers und Grafikers Gerhard Altenbourg, einem der renommiertesten deutschen Künstler aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Doch die Bedingungen für Besucher seien oftmals schwierig, erläutert Penndorf. Die vielen Treppen stellten ein Hindernis für behinderte und ältere Menschen dar. «Das ist für die Besucher sehr unangenehm.» Auch sei es angesichts des fehlenden Fahrstuhls schwierig, Vitrinen und Kisten von einer in die andere Etage zu bugsieren. Penndorf: «Heutzutage ist niemand mehr da für solche Arbeiten.» In den Anbau solle auch das Studio Bildende Kunst ein neues Domizil finden, das Kurse in Malerei, Grafik, Plastik und Keramik für Kinder, Jugendliche und Erwachsene anbietet.
Ein solches Projekt müsse professionell begleitet werden, erklärte Penndorf. «Das ist eine große Aufgabe, die wir allein nicht lösen können.» Wie der Erweiterungsbau genau aussehen könnte, müsse im Ergebnis eines Architektenwettbewerbs geklärt werden.
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